Rio Tinto Aktie: Kooperation mit BHP
Rio Tinto und BHP planen eine Kooperation in der Pilbara-Region, um bestehende Infrastruktur effizienter zu nutzen und zusätzliche Erzreserven zu erschließen.

- Zusammenarbeit bei benachbarten Minen in Westaustralien
- Potenzial von bis zu 200 Millionen Tonnen zusätzlichem Erz
- Fokus auf Effizienz und niedrige Zusatzkosten
- Erste Produktion frühestens im nächsten Jahrzehnt
Rio Tinto und BHP rücken in Westaustralien enger zusammen. Die beiden Rohstoffkonzerne prüfen eine Zusammenarbeit bei Eisenerzvorkommen in der Pilbara-Region, um bereits bestehende Anlagen effizienter auszulasten und zusätzliche Reserven mit begrenztem Kapitaleinsatz zu erschließen. Für Anleger steht damit die Frage im Raum, wie stark eine solche Kooperation die künftigen Eisenerzströme stützen kann.
Pilbara-Projekt im Fokus
Die Unternehmen haben ihre Absichten in zwei unverbindlichen Memoranda of Understanding festgehalten. Im Mittelpunkt stehen die benachbarten Yandicoogina- (Rio Tinto) und Yandi-Betriebe (BHP) in der Pilbara.
Kernpunkte des Projekts:
– Potenziell bis zu 200 Millionen Tonnen zusätzliches Eisenerz
– Nutzung bereits vorhandener, räumlich naher Infrastruktur
– Verlängerung der Lebensdauer bestehender Minen bei niedrigen zusätzlichen Kosten
Als nächster Schritt folgt eine konzeptionelle Studie, die die praktische Umsetzbarkeit der Vorschläge prüfen soll. Erst nach einer finalen Investitionsentscheidung und regulatorischen Genehmigungen könnte die erste Erzproduktion aus dieser Zusammenarbeit zu Beginn des nächsten Jahrzehnts anlaufen.
Stranded Resources nutzbar machen
Strategisch geht es darum, Vorkommen zu erschließen, die bisher als schwer kommerzialisierbar galten. Die nun geplante Kooperation knüpft an eine Vereinbarung aus 2023 an, die den Abbau des sogenannten Mungadoo Pillar ermöglichte – eines bislang „eingeklemmten“ Vorkommens entlang einer gemeinsamen Grenze.
Im Zentrum der neuen Verständigung stehen zwei Vorschläge:
– Eine mögliche gemeinsame Entwicklung des Wunbye-Vorkommens von Rio Tinto
– Eine Regelung, nach der BHP Erz aus dem Yandi Lower Channel Deposit liefert, das in Nassaufbereitungsanlagen von Rio Tinto verarbeitet werden soll
Ziel ist es, zusätzliche Produktion zu generieren, ohne hohe Investitionen in neue Großprojekte tätigen zu müssen.
Strategische Einordnung für Rio Tinto
Die Ankündigung passt in einen Branchentrend: Statt milliardenschwerer Neuprojekte rückt betriebliche Effizienz stärker in den Vordergrund. Die Kooperation soll die Eisenerzerlöse länger stabil halten und gleichzeitig den finanziellen Spielraum für wachstumsstärkere Rohstoffe der Zukunft sichern.
Die Vereinbarung könnte als Modell für weitere ähnliche Projekte in der globalen Bergbauindustrie dienen. Parallel dazu stehen andere größere Themen auf der Agenda: Rio Tinto hat zuletzt bestätigt, in ersten Gesprächen über eine mögliche Fusion mit Glencore zu stehen. Wie schnell die Pilbara-Pläne konkret werden, hängt nun von den Ergebnissen der Konzeptstudie und den folgenden Investitionsentscheidungen ab.
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