Rio Tinto Aktie: Trott dreht an der Kostenschraube

Rio Tinto übertrifft Erwartungen mit Gewinnsprung und erhöht Sparziel. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kursplus in Sydney.

Die Kernpunkte:
  • Gewinn steigt um 47 Prozent
  • Dividende auf 2,11 Dollar angehoben
  • Sparziel auf 1,8 Milliarden erhöht
  • Kupfer- und Eisenerzprognosen bestätigt

Rio Tinto liefert Zahlen, die über den Erwartungen liegen — und Konzernchef Simon Trott legt gleich noch eine Ansage zum Sparprogramm nach. Die Aktie honoriert das an der Börse in Sydney mit einem Kurssprung von 4,4 Prozent.

Im ersten Halbjahr kletterte das bereinigte Ebitda um 28 Prozent auf 14,8 Milliarden Dollar. Unter dem Strich legte der Gewinn noch kräftiger zu: Plus 47 Prozent auf rund 6,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 15 Prozent auf etwa 31 Milliarden Dollar. Analysten hatten bei beiden Kennziffern mit weniger gerechnet — gestiegene Rohstoffpreise und operative Disziplin trieben das Ergebnis nach oben.

Von diesem Erfolg profitieren auch die Aktionäre direkt. Der Bergbaukonzern hebt die Zwischendividende um 43 Prozent auf 2,11 Dollar je Aktie an. Ausgezahlt wird sie am 24. September an Anteilseigner, die am 14. August im Aktienregister stehen.

Trott schraubt Sparziele nach oben

Konzernchef Trott will es damit nicht belassen. Er treibt die Kostensenkung und den freien Barmittelfluss weiter voran, unter anderem durch den Verkauf von Randgeschäften. Bislang hat er auf diesem Weg 870 Millionen Dollar eingespart — bis Jahresende soll die Zielmarke nun auf 1,8 Milliarden Dollar steigen.

Langfristig peilt Rio Tinto sogar jährliche Einsparungen von rund 1,2 Milliarden Dollar an. Diese Ambition zeigt, dass Trott den Konzern nicht nur von der guten Rohstoffkonjunktur abhängig machen will, sondern strukturell schlanker aufstellen möchte.

Für das laufende Jahr bestätigt das Unternehmen seine Produktionsprognosen. Die Kupferproduktion soll zwischen 800 und 870 Kilotonnen liegen, beim Eisenerz peilt Rio Tinto Verkäufe von 343 bis 366 Millionen Tonnen an. Damit signalisiert der Konzern operative Stabilität, während er gleichzeitig an der Kostenseite nachlegt — eine Kombination, die den Markt am Mittwoch überzeugt hat.

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