Rio Tinto: Argus hebt Kursziel auf $120

Starke Produktionszahlen treiben den Kurs, ein ungelöster Rechtsstreit birgt Risiken. Bei Rio Tinto prallen kurz vor der Hauptversammlung zwei Welten aufeinander. Der Bergbaukonzern glänzt mit operativer Stärke. Das ruft nun auch Analysten auf den Plan.

Analysten loben operatives Geschäft

Argus Research hob das Kursziel am Dienstag von 115 auf 120 US-Dollar an. Die Einstufung bleibt auf „Kaufen“. Die Experten verweisen auf Kostensenkungen und Verkäufe von Randbereichen.

Andere Banken agieren vorsichtiger. Bernstein sieht das Ziel nun bei 83,50 US-Dollar und rät zum Übergewichten. JPMorgan bleibt neutral, erhöht den fairen Wert aber auf 7.200 Pence. Der breite Konsens empfiehlt die Aktie lediglich zum Halten.

Starke Zahlen treiben den Kurs

Die Zurückhaltung vieler Experten überrascht beim Blick auf die operative Entwicklung. Im ersten Quartal stieg die Kupferproduktion um neun Prozent. Die Eisenerzförderung in Pilbara legte sogar um 13 Prozent zu. Es war das zweitbeste Auftaktquartal seit 2018.

Auch die Lithium-Projekte Fenix und Sal de Vida kommen voran. Das Management plant die erste Produktion für die zweite Jahreshälfte 2026.

An der Börse kommt das gut an. Die Aktie notiert aktuell bei rund 105 Euro. Damit kratzt das Papier am 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Kursplus von über 51 Prozent auf der Anzeigetafel.

Schatten über der Hauptversammlung

Am 6. Mai treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Wiederwahl von Konzernchef Simon Trott. Das Gremium stimmt auch über eine Ermächtigung zum Aktienrückkauf ab. Das Management schlägt vor, bis zu zehn Prozent des Grundkapitals erwerben zu dürfen.

Ein Thema dürfte für Diskussionen sorgen. Der Supreme Court of Western Australia fällte Mitte April ein Urteil zu Lizenzgebühren rund um das Hope-Downs-Projekt. Rio Tinto haftet als Betreiber des Joint Ventures gesamtschuldnerisch für ausstehende Zahlungen. Kurz gesagt: ein unkalkulierbares Risiko.

Die genaue Höhe der Forderungen klärt ein separates Gerichtsverfahren. Bis dahin bleibt die finanzielle Belastung für Rio Tinto unbestimmt. Aktionäre werden in London voraussichtlich konkrete Antworten vom Vorstand einfordern.

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