Rio Tinto: Erste Group hebt EPS-Prognose auf $8,24
Uneinigkeit bei Analysten prägt die Aktie von Rio Tinto, während der Minenkonzern mit Milliardenprojekten in Guinea und der Mongolei wachsen will.

- Analysten uneins über Aktienbewertung
- Simandou-Projekt in Hochlaufphase
- Oyu Tolgoi als Kupfer-Zukunftsmine
- Hauptversammlung am 6. Mai in London
Während die Börsen zum Maifeiertag geschlossen bleiben, verdichten sich bei Rio Tinto die Signale für eine strategische Neuausrichtung — und die Analystengemeinde ist sich über die Bewertung alles andere als einig. Der Kurs spiegelt diese Unsicherheit wider: Trotz eines starken Jahresauftakts von über 23 Prozent seit Januar liegt die Aktie gut 19 Prozent unter ihrem Aprilhoch von 105,22 Euro.
Analysten uneins über Bewertung
Die jüngsten Einschätzungen zeigen ein gespaltenes Bild. Erste Group hob am 29. April seine Gewinnprognose für 2026 leicht an — auf 8,24 Dollar je Aktie — und begründete das „Buy“-Rating mit besseren Margen im Kupfer- und Hochqualitätseisenerzsegment. Macquarie zog Mitte April nach und erhöhte sein Kursziel auf 184 Australische Dollar, mit Verweis auf starke Cashflows und eine solide Aluminiumsparte.
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Goldman Sachs sieht das anders. Die US-Investmentbank stufte Rio Tinto bereits im Februar auf „Neutral“ zurück und kappte das Kursziel auf 74 Britische Pfund — nach zuvor 79 Pfund. Begründung: Kostendruck und eine Bewertung, die nach der Kursrally wenig Spielraum nach oben lasse.
Großprojekte liefern operative Substanz
Hinter der Analystenrunde steckt handfeste operative Entwicklung. Das Simandou-Eisenerz-Projekt in Guinea verschiffte im Dezember 2025 erstmals Material und befindet sich nun in einer 30-monatigen Hochlaufphase. Die angestrebte Jahreskapazität von 60 Millionen Tonnen soll langfristig die Stahlproduktion bei der Dekarbonisierung unterstützen.
Parallel dazu rückt die Untertagmine Oyu Tolgoi in der Mongolei in den Fokus. Rio Tinto hält an seinem Ziel fest, zwischen 2028 und 2036 durchschnittlich 500.000 Tonnen Kupfer pro Jahr zu fördern. Bis 2030 soll Oyu Tolgoi zur viertgrößten Kupfermine weltweit aufsteigen — ein zentraler Baustein für das angestrebte jährliche Produktionswachstum von vier Prozent in Kupferäquivalenten.
Soziale Investitionen und der Blick auf die HV
Abseits der Minen setzt Rio Tinto auf gesellschaftliche Verankerung. In der westaustralischen Pilbara-Region flossen Ende April 100 Millionen Australische Dollar in den Bau von mehr als 500 Wohneinheiten für Beschäftigte im Bereich der Grundversorgung — Teil des sogenannten „Seven Cities Vision“-Programms zur Stabilisierung der regionalen Infrastruktur. Ferner verlängerte das Unternehmen seine Partnerschaft mit der Clontarf Foundation, die Bildungs- und Beschäftigungsprogramme für junge Aborigines in Australien fördert, um weitere fünf Jahre.
Am 6. Mai findet in London die Hauptversammlung statt. Neben Standardtagesordnungspunkten wie der Wiederwahl von Aufsichtsratsmitgliedern dürfte das Management konkrete Aussagen zur Kapitalallokation für den Rest des Jahres machen — mit möglichen Updates zu den Projekten Rincon (Lithium, Argentinien) und Winu (Kupfer-Gold, Westaustralien). Für Aktionäre, die den jüngsten Kursrückgang einordnen wollen, wird die HV der erste offizielle Gradmesser sein.
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