Riot Blockchain Aktie: Morgan Stanley sieht 36 Dollar

Morgan Stanley und Bernstein bekräftigen ihre positiven Riot-Einschätzungen. Freie Stromkapazitäten stärken die Perspektive für KI-Rechenzentren.

Die Kernpunkte:
  • 750 Megawatt Kapazität bislang ungenutzt
  • Morgan Stanley nennt 36-Dollar-Kursziel
  • Bernstein bestätigt Kaufempfehlung für Riot
  • Bitcoin erreicht über 82.270 US-Dollar

Die Analysten namhafter Investmenthäuser bescheinigen Riot Blockchain ein erhebliches Aufwärtspotenzial und heben die strategische Bedeutung der massiven Stromkapazitäten hervor.

Im Zentrum der Bewertung steht dabei nicht mehr allein das Schürfen von Kryptowährungen, sondern zunehmend die Nutzbarmachung der Energie-Infrastruktur für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Kombination aus einem starken Bitcoin-Markt und der ungenutzten Rechenzentrumskapazität treibt die Bewertung der Aktie an.

Massive Stromkapazitäten als strategischer Hebel

Analysen von Morgan Stanley verdeutlichen die enorme Dimension der Energie-Infrastruktur, über die Riot verfügt. Das Unternehmen betreibt Standorte mit einer Gesamtkapazität, die weit über den aktuellen Bedarf hinausgeht. Am Standort Corsicana stehen 1.000 Megawatt zur Verfügung, während Rockdale 700 Megawatt umfasst — wovon bereits 200 Megawatt für AMD-Systeme vorgesehen sind. Ein weiterer Standort in Kentucky steuert 300 Megawatt bei.

Von der gesamten Kapazität entfallen derzeit 1,2 Gigawatt auf das Bitcoin-Mining. Besonders lukrativ für Investoren ist jedoch die Reserve: Rund 750 Megawatt der Kapazität sind bislang ungenutzt. Diese freien Kapazitäten ermöglichen es dem Unternehmen, flexibel auf die steigende Nachfrage nach Hochleistungsrechenzentren für KI-Modelle zu reagieren.

Die Analysten von Morgan Stanley bewerten diese Infrastruktur mit einem Unternehmenswert von etwa 9 US-Dollar pro Watt. Die Aktie schloss am Freitag bei 18,65 Euro, was einem Tagesplus von 2,6 Prozent entspricht.

Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial

Sowohl Morgan Stanley als auch Bernstein haben ihre Einschätzungen für das Papier zuletzt bekräftigt. Morgan Stanley startete die Abdeckung der Aktie mit der Einstufung „Overweight“ und rief ein Kursziel von 36 US-Dollar aus. Dies entspräche einem Aufwärtspotenzial von über 50 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.

Die Experten betonen dabei die vorteilhafte Positionierung von Riot in einem Marktumfeld, in dem der Bedarf an Rechenleistung laut Google-Schätzungen alle sechs Monate um das Doppelte wächst.

Bernstein stuft den Wert ebenfalls als Kaufempfehlung („Buy“) ein und setzt das Kursziel bei 35 US-Dollar an. Der Konsens der Analysten liegt derzeit bei einem durchschnittlichen Zielpreis von 33,86 US-Dollar.

Die Experten führen die positive Stimmung vor allem auf die laufende Transformation hin zu einem Anbieter von KI-Datenzentren zurück. Diese Strategie hat der Aktie bereits eine deutliche Dynamik verliehen, was sich in einem Kurszuwachs von 14 Prozent innerhalb der letzten sieben Tage widerspiegelt.

Rückenwind durch den Kryptomarkt

Flankiert wird die operative Entwicklung durch die Stärke am Kryptomarkt. Bitcoin verzeichnete am Freitag seinen dritten Wochengewinn in Folge und erreichte in der Spitze über 82.270 US-Dollar.

Trotz kurzzeitiger Schwankungen nach den jüngsten US-Arbeitsmarktdaten, die einen Zuwachs von 162.000 Stellen im August zeigten, bleibt das institutionelle Interesse an Krypto-Assets hoch. Laut Goldman Sachs kehrt der sogenannte „Debasement Trade“ zurück, bei dem Anleger vermehrt in knappe Sachwerte investieren.

Für Riot Blockchain bedeutet der hohe Bitcoin-Preis eine direkte Verbesserung der Profitabilität im Mining-Sektor. Diese Gewinne können wiederum genutzt werden, um den Ausbau der KI-Infrastruktur voranzutreiben.

Seit Jahresbeginn konnte die Aktie bereits um 65 Prozent zulegen, profitiert dabei aber weiterhin von der Erwartung, dass die ungenutzten 750 Megawatt bald rentabel vermarktet werden. Als wesentliches Risiko für das bullische Szenario gilt ein Rückfall des Bitcoin-Kurses unter die Marke von 80.000 US-Dollar oder ein unerwartet starker Zinsanstieg im September.

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