Roche Aktie: Chugai beantragt Tecentriq-Erweiterung
Roche-Tochter Chugai strebt in Japan die Zulassung von Tecentriq gegen MSI-H-Darmkrebs an. Die Phase-III-Studie ATOMIC zeigt eine signifikante Rückfallreduktion.

- Zulassungsantrag für Tecentriq in Japan
- Phase-III-Studie zeigt 86,3% Rückfallfreiheit
- Ausbau der personalisierten Krebstherapie
- Umsatzplus von sechs Prozent im H1
Roche treibt die Expansion seines Onkologie-Portfolios voran. Die japanische Tochter Chugai hat bei den dortigen Behörden eine Zulassungserweiterung für das Medikament Tecentriq beantragt. Im Fokus steht die Behandlung einer spezifischen Form von Darmkrebs nach einer Operation.
Starke Daten aus der ATOMIC-Studie
Der Antrag basiert auf Ergebnissen der internationalen Phase-III-Studie ATOMIC. Die Untersuchung prüfte den Einsatz von Tecentriq bei Patienten mit Darmkrebs im Stadium III. Entscheidend ist hierbei eine hohe Mikrosatelliteninstabilität (MSI-H) der Tumorzellen.
Die medizinischen Daten überzeugen. Nach drei Jahren waren rund 86,3 Prozent der behandelten Patienten rückfallfrei. Die Kombination aus Immuntherapie und Standard-Chemotherapie senkte das Risiko für einen Rückfall signifikant.
Strategischer Fokus auf Personalisierung
Roche nutzt den Wirkstoff bereits bei Lungen- und Leberkrebs. Nun soll Tecentriq auch bei MSI-H-Darmkrebs Marktanteile gewinnen. Der Konzern setzt konsequent auf genetische Marker für personalisierte Krebstherapien.
Diese Indikationserweiterungen halten bewährte Wirkstoffe länger im Wachstumszyklus. Das sichert die Erträge der Pharmasparte ab. Diese Sparte liefert den wesentlichen Teil des Konzernumsatzes.
Solide Zahlen trotz Währungsdruck
Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Konzernverkäufe währungsbereinigt um sechs Prozent. Roche erwirtschaftete einen Umsatz von 30,4 Milliarden CHF. Der starke Schweizer Franken belastete allerdings das in Berichtswährung ausgewiesene Ergebnis.
Anleger blicken derweil auf die steigenden Ausschüttungen. Für das Geschäftsjahr 2025 zahlte Roche eine Dividende von 9,80 CHF. Analysten erwarten für das kommende Jahr erstmals eine Zahlung von über 10,00 CHF.
Die Konzernleitung hält an den Zielen für das Gesamtjahr fest. Roche strebt ein Kern-Gewinnwachstum im hohen einstelligen Bereich an. Neue Impulse könnten Datenveröffentlichungen zu Wirkstoffen wie Giredestrant liefern. Die Bilanz für das vierte Quartal 2026 stellt der Konzern im ersten Quartal des Folgejahres vor.
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