Roche Aktie: Xofluza bekommt erstes Generikum

Roche-Aktie findet nach FDA-Schock Halt. Positive Krebsstudie und erstes Xofluza-Generikum prägen die Gemengelage.

Die Kernpunkte:
  • Kurs erholt sich auf wichtiger Marke
  • FDA prüft neue Krebskombinationstherapie
  • Erstes Generikum für Grippemittel zugelassen
  • Halbjahreszahlen im Juli erwartet

Die vergangene Woche hatte es für Roche-Anleger in sich. Nach einem deutlichen Kursrutsch am Donnerstag fing sich der Basler Pharmakonzern zum Wochenschluss wieder. Doch die operative Gemengelage bleibt spannend: Die US-Gesundheitsbehörde FDA sorgt mit zwei gegenläufigen Nachrichten für Bewegung.

Kurs findet Halt auf wichtiger Marke

Der Roche-Genussschein schloss am Freitag bei 319,80 CHF – ein Plus von 0,25 Prozent. Das klingt unspektakulär. Doch der Kontext zählt: Am Donnerstag war der Kurs auf 319,00 CHF gefallen. Die Aktie notiert nun fast exakt auf ihrem gleitenden 60-Tage-Durchschnitt (319,65 CHF). Eine klassische Patt-Situation: Käufer und Verkäufer liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Das Handelsvolumen blieb mit über 4,3 Millionen Stück hoch. Ein Zeichen, dass viele Marktteilnehmer Positionen umschichten.

FDA: Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten

Zwei Meldungen aus den USA bestimmten die Woche. Die positive: Die FDA hat einen ergänzenden Zulassungsantrag für eine Kombinationstherapie angenommen. Roche will die Krebsmedikamente Lunsumio und Polivy gemeinsam gegen eine aggressive Form von Lymphdrüsenkrebs einsetzen. Grundlage sind Daten der Phase-III-Studie SUNMO – sie zeigten eine deutliche Senkung des Risikos für Krankheitsfortschritt oder Tod.

Die negative Nachricht: Die FDA ließ das erste Generikum für Roches Grippemedikament Xofluza zu. Damit beginnt der Wettbewerb für das etablierte Präparat. Marktbeobachter sehen darin einen Hauptgrund für die Kursschwäche am Donnerstag.

Ausblick: Halbjahreszahlen im Fokus

In der kommenden Woche stehen keine Quartalszahlen an. Anleger dürften aber die Daten vom ophthalmologischen Kongress DOC 2026 analysieren. Roche war dort mit seinem Portfolio in der Augenheilkunde vertreten.

Der wichtigste Termin kommt im Juli. Dann legt Roche die Halbjahreszahlen vor. Analysten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Umsatz von durchschnittlich 62,58 Milliarden Franken. Bis dahin dürften Nachrichten aus der klinischen Pipeline die Richtung vorgeben.

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