Roche Aktie: Zwölfte Tecentriq-Zulassung
Die FDA erlaubt Tecentriq mit Chemotherapie bei einer speziellen Form von Kolonkrebs im Stadium III; die Atomic-Studie zeigte ein um 50 Prozent geringeres Rückfall- oder Sterberisiko.

- FDA genehmigt zwölfte Tecentriq-Indikation
- Einsatz bei Kolonkrebs im Stadium III
- Atomic-Studie zeigte 50 Prozent Risikoreduktion
- Roche nennt zunächst keine Umsatzprognose
Roche kann sein Krebsmedikament Tecentriq in den USA künftig bei einer weiteren Indikation einsetzen. Die FDA hat die Immuntherapie für eine bestimmte Form von Darmkrebs im Stadium 3 zugelassen. Es ist bereits die zwölfte Indikation für das Präparat.
Zulassung für Kolonkarzinom im Stadium III
Tecentriq (Atezolizumab) darf nun in Kombination mit einer Chemotherapie auf Basis von Fluoropyrimidin und Oxaliplatin zur unterstützenden Behandlung eingesetzt werden. Die Entscheidung betrifft Kolonkarzinome mit sogenanntem Mismatch-Repair-Defekt. Die FDA teilte sie am Donnerstagabend mit, der Schweizer Pharmakonzern bestätigte sie anschließend.
Die Behörde lag damit im Zeitplan. Sie hatte angekündigt, bis spätestens 9. Oktober 2026 zu entscheiden. Im Juni hatte Roche für diese Indikation den Priority-Review-Status erhalten, der ein beschleunigtes Verfahren ermöglicht.
Atomic-Studie als Grundlage
Die Zulassung stützt sich auf die Phase-III-Studie Atomic. Darin senkte die Kombination aus Tecentriq und Chemotherapie das Risiko für einen Rückfall oder Tod um 50 Prozent im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie. Das ist ein deutlicher Effekt in einem Behandlungsfeld, in dem der Bedarf an Optionen groß ist.
Fast ein Viertel aller Darmkrebserkrankungen entfällt auf das Stadium 3. Dort ist der Tumor bereits durch die Darmwand hindurchgewachsen. Rund ein Drittel der Betroffenen erleidet binnen fünf Jahren einen Rückfall. Eine unterstützende Therapie, die dieses Risiko halbiert, adressiert also eine relevante Patientengruppe.
Für Roche verlängert die Entscheidung den Lebenszyklus eines etablierten Onkologie-Produkts. Wie stark die neue Indikation den Umsatz von Tecentriq tatsächlich treibt, hängt davon ab, wie viele Patienten den spezifischen Mismatch-Repair-Defekt aufweisen. Diese Untergruppe ist kleiner als die Gesamtheit der Stadium-3-Fälle. Konkrete Umsatzprognosen nannte der Konzern zunächst nicht.
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