Rock Tech Lithium Aktie: Marktorientierung beibehalten
Der Quartalsbericht am 22. April wird den Fortschritt bei der Finanzierung für das Guben-Projekt offenlegen. Zudem warten Investoren auf Details zur Siemens-Partnerschaft und zum kanadischen Red Rock-Vorhaben.

- Finanzierungsentscheidung für Lithium-Konverter in Guben ausstehend
- Strategische Partnerschaft mit Siemens für Red Rock-Projekt
- Liefervertrag mit Mercedes-Benz deckt 40 Prozent der Kapazität
- Aktie notiert deutlich unter Jahreshoch vor Quartalszahlen
Am 22. April legt Rock Tech Lithium seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor — und der Bericht dürfte weit mehr als eine Bilanz liefern. Investoren warten vor allem auf konkrete Aussagen zur Projektfinanzierung in Guben und zum Zeitplan bis zur Produktionsaufnahme.
Guben: Genehmigungen da, Finanzierung offen
Das Lithium-Konverter-Projekt in Guben, Brandenburg, verfügt über alle notwendigen Baugenehmigungen und trägt den Status eines strategischen EU-Projekts nach dem Critical Raw Materials Act. Gebaut wird trotzdem noch nicht. Der Grund: Die endgültige Investitionsentscheidung (FID) steht aus — und ohne abgeschlossenes Finanzierungspaket beginnt kein Spatenstich.
Im Oktober 2025 gelang es Rock Tech, die geplanten Investitionskosten durch Designoptimierungen um rund 50 Millionen Euro auf 680 Millionen Euro zu senken. Ein verbindlicher Liefervertrag mit Mercedes-Benz über durchschnittlich 10.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr deckt bereits mehr als 40 Prozent der geplanten Jahreskapazität ab. Für die verbleibende Kapazität fehlen noch bindende Abnahmeverträge — jede neue Vereinbarung würde die Erlössicherheit spürbar erhöhen.
Siemens-Partnerschaft und das Projekt Red Rock
Parallel zu Guben treibt Rock Tech das kanadische Projekt in Red Rock, Ontario, voran. Am 2. März unterzeichneten Rock Tech und Siemens Canada eine Absichtserklärung für eine langfristige, mehrstufige strategische Partnerschaft. Im Mittelpunkt steht der Einsatz von Siemens‘ Digital-Twin-Technologie für Entwicklung, Bau und Betrieb des geplanten Konverters — mit einer Kapazität von bis zu 32.000 Tonnen LCE pro Jahr.
First Berlin Equity Research-Analyst Simon Scholes stufte die Aktie am 9. März auf „Kaufen“ hoch. Er verwies dabei auf eine mögliche direkte Kapitalbeteiligung von Siemens am Red Rock-Projekt sowie auf den im Dezember 2025 aufgelegten Ontario Critical Minerals Processing Fund mit einem Volumen von 500 Millionen kanadischen Dollar. Die Siemens-Verbindung, so Scholes, erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass Red Rock aus diesem Programm gefördert wird.
Marktumfeld und Kursstand
Am Lithiummarkt zeichnet sich nach einer Phase des Überangebots eine Neuausrichtung ab. Einige Analysten erwarten für 2026 einen schrumpfenden Überschuss oder sogar ein Defizit, getragen von steigender Nachfrage aus dem Energiespeichersektor.
Die Aktie notiert derzeit rund 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom März 2025 und hat den 50-Tage-Durchschnitt nach unten durchbrochen. Der 200-Tage-Durchschnitt hält bislang als Unterstützung.
Der Quartalsbericht am 22. April wird zeigen, wie weit die Finanzierungsverhandlungen für Guben gediehen sind. Kommt zeitnah auch die FID für Red Rock hinzu und fließen Mittel aus dem Ontario-Förderprogramm, dürfte das die Neubewertung der Aktie maßgeblich vorantreiben.
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