Rocket Internet verzeichnet weiteren Rückschlag

Die Aktien des Start-up Unternehmens Rocket Internet gehören heute nicht zu den Gewinnern an der Börse. Wie der Konzern mitteilte, musste man einen herben Rückschlag bei der Bewertung der Beteiligung Home24 hinnehmen.

© Rocket Internet
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So lag die Bewertung des Online-Möbelhändlers im Zuge einer neuen Finanzspritze bei 420 Mio. Euro, nachdem das Unternehmen im Vorfeld noch bei 981 Mio. Euro gelegen hatte. Diese Bewertung ist maßgeblich dafür, welchen Anteil ein Investor in einer Finanzierungsrunde für einen bestimmten Betrag erhält.

Anteil von Rocket Internet ist gesunken

Home24 erhielt dabei im Rahmen der neuen Finanzierungsrunde insgesamt 20 Mio. Euro, 1,4 Mio. Euro hiervon kamen von Rocket Internet. Gleichzeitig sank damit der Anteil an Home24 von 44,6% auf 42,9%.

Für Rocket Internet ist es bereits die zweite Schlappe in diesem Jahr. Schon im Frühjahr erlebte man mit der Bewertung der Global Fashion Group eine Enttäuschung. Diese sank von 2,8 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1 Mrd. Euro in der neuen Finanzierungsrunde.

An den Zielen hält man fest

An den gesetzten Zielen – drei der wesentlichsten Beteiligungen bis Ende 2017 profitabel werden zu lassen – hält das Unternehmen weiter fest. Erst vor kurzem enttäuschte das Berliner Unternehmen mit seinem Halbjahresbericht.

Insgesamt musste Rocket Internet einen Verlust für das erste Halbjahr von 617 Mio. Euro ausweisen, ganze 383 Mio. Euro resultierten aus der gesunkenen Bewertung der Global Fashion Group.

Aktie mit deutlichen Verlusten

Der Markt nahm die Meldung über die gesunkene Bewertung entsprechend auf und schickte die Aktien des Unternehmens heute gen Süden. Mit einem aktuellen Kurs von 18,04 Euro liegen die Papiere nur knapp über der wichtigen Unterstützung bei 18 Euro.

Am 22. September will der Konzern detaillierte Zahlen für den Verlauf des ersten Halbjahres veröffentlichen. Größere Überraschungen erwarten wir hierfür jedoch nicht.

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