Rocket Lab: 200,3 Millionen Umsatz im Q1
Rocket Lab meldet Rekordumsatz von 200 Millionen Dollar und treibt Neutron-Entwicklung voran. Das Space-Systems-Segment überholt das Startgeschäft.

- Zwei Missionen in wenigen Tagen
- Space Systems erzielt Rekordumsatz
- Auftragsbestand erreicht 2,2 Milliarden Dollar
- Neutron-Rakete soll 2026 starten
Acht Starts in diesem Jahr, zwei weitere in dieser Woche — Rocket Lab hat Fahrt aufgenommen. Das Unternehmen aus Long Beach steht kurz davor, seinen eigenen Jahresrekord zu brechen und den 100. Raketenstart zu feiern.
Zwei Missionen in wenigen Tagen
Am Donnerstag öffnet sich das Startfenster für die Mission „Curveball“ vom Wallops Flight Facility in Virginia. Es handelt sich voraussichtlich um einen hypersonischen Testflug mit der HASTE-Variante der Electron-Rakete. Nur vier Tage später, am 17. Juni, folgt von Neuseeland aus die Mission „Ten Owl of Ten“ — der zehnte dedizierte Electron-Start für den japanischen Radar-Satellitenbetreiber Synspective.
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CEO Peter Beck betonte zuletzt, dass weltweit nur zwei Unternehmen Starts in dieser Frequenz und Zuverlässigkeit durchführen können. Rocket Lab zählt sich dazu.
Space Systems überholt das Kerngeschäft
Während die Starts Aufmerksamkeit erzeugen, wächst das eigentliche Schwergewicht im Hintergrund. Das Space-Systems-Segment erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 136,7 Millionen Dollar — mehr als doppelt so viel wie der Startbereich mit 63,7 Millionen Dollar.
Der Gesamtumsatz kletterte auf einen Rekordwert von 200,3 Millionen Dollar, ein Plus von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand erreichte 2,2 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal erwartet Rocket Lab zwischen 225 und 240 Millionen Dollar Umsatz.
Hinter diesen Zahlen stecken handfeste Aufträge. Rocket Lab arbeitet an einem 816-Millionen-Dollar-Vertrag für Raketenabwehr- und Tracking-Satelliten der Space Development Agency. Im Mai kam ein 90-Millionen-Dollar-Auftrag der U.S. Space Force hinzu — für zwei geostationäre Satelliten mit dem Weltraumüberwachungssystem Heimdall. Das ist der erste Schritt ins GEO-Segment.
Neutron und die nächste Wachstumsstufe
Parallel dazu treibt Rocket Lab die Entwicklung der wiederverwendbaren Mittelklasse-Rakete Neutron voran. Triebwerkstests und erste Strukturmeilensteine sind abgeschlossen. Der erste Start soll noch 2026 stattfinden. Neutron soll schwerere Nutzlasten ermöglichen und neue Kundensegmente erschließen.
Hinzu kommt die Akquisition von Motiv Space Systems. Das Unternehmen bringt Robotik-Technologie mit, die bereits auf dem Mars erprobt wurde.
Die Aktie notiert aktuell rund 25 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 151 Dollar, das Ende Mai erreicht wurde. Auf Jahressicht hat sich der Kurs dennoch fast vervierfacht. Der freie Cashflow bleibt vorerst negativ — Neutron kostet Geld, und das Management hat das nicht versteckt. Wer auf Rocket Lab setzt, kauft ein Wachstumsprogramm, das frühestens ab 2027 schwarze Zahlen schreiben dürfte.
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