Rocket Lab: 300-Millionen-NASA-Auftrag fix
Rocket Lab sichert sich drei zusätzliche NASA-Missionen und steigert die Startfrequenz auf eine Rakete alle elf Tage.

- NASA bucht drei weitere Electron-Starts
- Raketenproduktion alle elf Tage
- Umsatzplus von 63 Prozent im Quartal
- Aktienkurs trotz Verwässerung im Plus
Rocket Lab startet heute zum 90. Mal seine Electron-Rakete. Nach einer harten Handelswoche liefert der Raumfahrtkonzern damit operative Stärke. Ein frischer NASA-Auftrag sorgt obendrein für Rückenwind. Die Aktie reagiert vorbörslich mit leichten Gewinnen.
Taktung steigt spürbar
Die aktuelle Mission bringt einen Radarsatelliten des japanischen Unternehmens Synspective in die Erdumlaufbahn. Es ist bereits der zehnte exklusive Start für diesen Kunden. Rocket Lab produziert mittlerweile alle elf Tage eine neue Rakete.
Die Partnerschaft reicht bis ins Jahr 2020 zurück. Bis 2030 hat Synspective 17 weitere Starts gebucht. Damit will das Unternehmen sein Satellitennetzwerk für die Wetterbeobachtung komplettieren.
NASA bucht um
Parallel dazu füllt sich das Auftragsbuch der Regierung. Die US-Raumfahrtbehörde NASA buchte am Donnerstag drei zusätzliche Electron-Starts. Sie fallen unter ein Rahmenprogramm mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen US-Dollar.
Die NASA-Aufträge umfassen zwei Projekte. Für die PolSIR-Mission starten ab Juni 2027 zwei Raketen. Sie sollen Eiskristalle in tropischen Wolken erforschen.
Hinzu kommt die TSIS-2-Mission Anfang 2027. Dieser Start war ursprünglich für einen Falcon-9-Mitflug geplant. Rocket Lab übernimmt den Auftrag nun exklusiv. Das unterstreicht die Zuverlässigkeit der Electron-Rakete für präzise Forschungsmissionen.
Rekordtempo trifft Verwässerung
Der Konzern wächst rasant. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz um 63 Prozent auf rund 200 Millionen US-Dollar. Das gesamte Auftragsbuch übersteigt mittlerweile die Marke von zwei Milliarden US-Dollar.
Investoren schätzen besonders die schnelle Einsatzbereitschaft. Kürzlich stellte Rocket Lab einen Rekord auf. Der Konzern startete einen Satelliten weniger als 17 Stunden nach Auftragsvergabe.
Ein milliardenschweres Aktienverkaufsprogramm bremst jedoch die Euphorie. Die Folge: Die mögliche Verwässerung drückte den Kurs im letzten Monat um 43 Prozent.
Dennoch steht die Aktie auf Jahressicht deutlich im Plus. Analysten geben ein mittleres Kursziel von 103 US-Dollar aus. Hält das Unternehmen seine hohe Startfrequenz, dürfte das Vertrauen der Anleger weiter wachsen. Die nächsten Missionen stehen bereits im Kalender.
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