Rocket Lab: 90-Millionen-Space-Force-Auftrag treibt auf Allzeithoch

Rocket Lab erreicht neues Allzeithoch dank Space-Force-Auftrag, während ein 3-Milliarden-ATM-Programm Anleger verunsichert.

Die Kernpunkte:
  • 90-Millionen-Dollar-Vertrag mit der Space Force
  • Neues Aktienprogramm über drei Milliarden Dollar
  • Kurs schließt bei 135,76 US-Dollar
  • ARK Invest reduziert Anteile im Mai

Ein 90-Millionen-Dollar-Auftrag der Space Force, ein neues Aktienprogramm über drei Milliarden Dollar und ein Rekordhoch – Rocket Lab lieferte eine der ereignisreichsten Wochen seiner Börsengeschichte ab.

Die Aktie schloss am Freitag bei 135,76 US-Dollar. Das sind 8,2 Prozent mehr als am Vortag, 79 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Und dennoch: In der Wochenmitte war der Kurs zwischenzeitlich auf 125 Dollar abgerutscht. Der Auslöser? Ein milliardenschweres Aktienprogramm, das bei Anlegern für Unruhe sorgte.

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Space-Force-Auftrag und Launch-Erfolg

Der größte positive Impuls kam am Freitag: Rocket Lab sicherte sich einen 90-Millionen-Dollar-Vertrag der US Space Force. Das Unternehmen baut zwei geostationäre Satelliten mit der eigenen Heimdall-Nutzlast auf der Lightning-Plattform. Es ist das erste GEO-Satellitenproduktionsprogramm des Konzerns.

Zeitgleich brachte Rocket Lab erfolgreich einen Satelliten für Synspective ins All – der neunte Start für den japanischen Erdbeobachtungsbetreiber.

Die 3-Milliarden-Frage

Der Knackpunkt: Rocket Lab registrierte ein ATM-Programm über bis zu drei Milliarden US-Dollar. Der Konzern kann damit neue Aktien über Börsenmakler platzieren. Der Erlös soll in Wachstum, mögliche Übernahmen und allgemeine Firmenzwecke fließen.

Die Mitteilung am 20. Mai drückte den Kurs auf die Wochen-Tiefs. Verwässerung ist das Stichwort. Neue Aktien senken den Wert jeder einzelnen – wer hält, bekommt einen kleineren Stück vom Kuchen. Kein Wunder, dass einige Anleger nervös reagierten.

Drei Milliarden sind viel – aber das ist der Preis für Expansion. Rocket Lab baut an der nächsten Trägerrakete Neutron, plant weitere Satellitenprogramme und braucht Kapital.

ARK Invest zieht sich zurück

Auffällig: Cathie Wood von ARK Invest verkaufte im Mai 365.680 Rocket-Lab-Aktien über ihre ETFs. Das Muster ist bekannt: Schon im November 2024 stieß ARK während eines Kursanstiegs Anteile ab – und verpasste die anschließende Rallye. Dieses Mal könnte es ähnlich laufen.

Die Analystengemeinschaft zeigt sich nämlich unbeeindruckt. CFRA nannte den Auftragsbestand mit mehr als 70 Missionen, hob das Kursziel auf 140 Dollar und bekräftigte die Kaufempfehlung. Auch Deutsche Bank, TD Cowen und Clear Street zogen mit neuen Zielen nach.

Einzig KeyBanc bleibt skeptisch. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis von 78 auf den erwarteten Umsatz 2026 sei zu hoch – der Sektordurchschnitt liege im unteren bis mittleren Zehnerbereich.

Was jetzt zählt

Der nächste große Katalysator ist der Erstflug der Neutron-Rakete. Ursprünglich für 2025 geplant, dann auf Ende 2026 verschoben – ein Tanktest im Januar war fehlgeschlagen. Rocket Lab muss liefern, nicht nur versprechen.

Im zweiten Quartal erwartet das Management einen Umsatz zwischen 225 und 240 Millionen Dollar. Hinzu kommt ein möglicher Börsengang von SpaceX, der Kapitalströme in der Raumfahrtbranche neu verteilen könnte.

Der Kurs steht am Allzeithoch – die Luft wird dünner. Wer investiert bleibt, wettet darauf, dass Rocket Lab den Spagat schafft: wachsen und gleichzeitig die Verwässerung in Grenzen halten.

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