Rocket Lab Aktie: 12-Millionen-Auftrag der Space Force
Rocket Lab sichert sich 12 Mio. US-Dollar vom US-Militär und meldet Rekordumsätze. Der Auftragsbestand erreicht neue Höchstwerte.

- US-Militär vergibt Aufträge an Rocket Lab
- Rekordumsatz von 234,1 Mio. US-Dollar
- Auftragsbestand steigt auf 2,36 Mrd. US-Dollar
- Iridium-Übernahme: Wichtige Hürde genommen
Rocket Lab hat am Dienstag wichtige Fortschritte in der Kooperation mit der U.S. Space Force gemeldet. Das Unternehmen wurde für das Space Data Network Consortium ausgewählt und erhielt Aufträge im Wert von 12 Millionen US-Dollar zur Unterstützung eines globalen militärischen Kommunikationsnetzwerks.
Zeitgleich gab der Konzern bekannt, Teil des NITE-STAR-Programms der U.S. Space Force zu sein, das mit einem Gesamtvolumen von 981 Millionen US-Dollar die Test- und Trainingsinfrastruktur im Weltraum modernisieren soll.
Neue Partnerschaften und erfolgreiche Starts
Zusätzlich zur direkten Beauftragung durch das Militär festigt Rocket Lab seine Rolle als Zulieferer für kritische Infrastruktur. Am Montag wählte Viasat das Unternehmen aus, um einen geostationären Satelliten für das Protected Tactical SATCOM-Global Programm der U.S. Space Force zu fertigen. Im Rahmen der Mission „Swarm 1“ wird Rocket Lab einen kleinen, manövrierfähigen Satelliten bauen.
Bereits am Sonntag verzeichnete das Unternehmen einen operativen Erfolg im Bereich der Satellitenplattformen. Die für MDA Space gefertigten Systeme erreichten erfolgreich ihren Zielorbit. Sie dienen der Unterstützung der Direct-to-Device-Kommunikationsdienste von Globalstar.
Diese Serie an Aufträgen und Projekten unterstreicht die zunehmende Diversifizierung des Konzerns, der sich über das reine Raketengeschäft hinaus als integrierter Raumfahrtdienstleister etabliert.
Rekordumsätze und Milliarden-Auftragsbestand
Die wirtschaftliche Verfassung des Unternehmens wird durch die am 10. August veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 untermauert. Rocket Lab erzielte einen Rekordumsatz von 234,1 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 62 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Der Auftragsbestand erreichte mit 2,36 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand, wobei allein seit Beginn des dritten Quartals Neuaufträge im Wert von über einer Milliarde US-Dollar hinzugekommen sind. Der Nettoverlust konnte auf 49,3 Millionen US-Dollar verringert werden, nachdem er im Vorjahresquartal noch bei 66,4 Millionen US-Dollar gelegen hatte.
Für das laufende dritte Quartal 2026 stellt das Management einen Umsatz zwischen 250 Millionen und 265 Millionen US-Dollar in Aussicht. Die Aktie notiert derzeit bei 65,00 Euro und liegt damit knapp 51 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die aktuelle Marktkapitalisierung beläuft sich auf rund 44,32 Milliarden Euro.
Fortschritte bei der Iridium-Akquisition
Ein zentraler Pfeiler der Wachstumsstrategie bleibt die geplante Übernahme von Iridium. Am 13. August lief die Wartefrist gemäß dem Hart-Scott-Rodino Antitrust Improvements Act ab, womit eine wesentliche wettbewerbsrechtliche Hürde für den Zusammenschluss genommen wurde. Zudem wurden bei der US-Börsenaufsicht SEC Dokumente für die Registrierung der Wertpapiere eingereicht, die als Gegenleistung an die Iridium-Aktionäre fließen sollen.
Zur finanziellen Absicherung der Transaktion hat Rocket Lab eine neue Vereinbarung mit der Deutschen Bank Securities und Wells Fargo Securities geschlossen. Diese erlaubt es dem Unternehmen, Stammaktien im Wert von bis zu rund 1,94 Milliarden US-Dollar über den Kapitalmarkt zu veräußern.
Neben den finanziellen Großprojekten treibt das Unternehmen auch die technische Entwicklung voran: Am 10. August wurde „GHOST“ vorgestellt, ein weltweit einsetzbares, containerbasiertes Startsystem, das sowohl suborbitale als auch orbitale Missionen von unterschiedlichen Standorten aus ermöglichen soll. Zudem wurde mit der Gründung der Rocket Lab Germany GmbH die Präsenz auf dem europäischen Markt gestärkt.
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