Rocket Lab Aktie: 18 Millionen Dollar Insider-Verkäufe

Rocket Lab verliert nach Rekordhoch 22 Prozent. Insiderverkäufe und das SpaceX-IPO sorgen für Verunsicherung, trotz starker Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Vier Insider verkaufen Aktien im Wert von 18 Mio. Dollar
  • Kurs fällt 22 Prozent unter das jüngste Allzeithoch
  • Spacex-Börsengang belastet die Stimmung im Sektor
  • Starke Quartalszahlen und Auftragsbestand von 2,2 Mrd. Dollar

Nach acht Allzeithochs in einem einzigen Monat folgt die Ernüchterung. Rocket Lab verliert seit dem Rekordhoch Ende Mai rund 22 Prozent — und vier Insider haben den Rücksetzer mit einem Verkauf von zusammen 18 Millionen Dollar eingeleitet.

Insider nehmen Gewinne mit

Direktor Alexander Slusky verkaufte 60.000 Aktien für knapp 9 Millionen Dollar. Präsident Marvin Clevenger trennte sich von 3.500 Aktien für rund 513.000 Dollar. COO Frank Klein und Chefjurist Arjun Kampani verkauften ebenfalls — beide über vorab eingerichtete 10b5-1-Handelspläne, die spontane Insidergeschäfte ausschließen.

Das mindert den Signalwert der Transaktionen. Trotzdem reagierten Anleger empfindlich. Der Kurs liegt aktuell bei rund 118 Dollar — mehr als 21 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 151 Dollar, das erst am 27. Mai markiert wurde.

SpaceX-IPO als Stimmungsrisiko

Parallel dazu belastet die bevorstehende SpaceX-Börsennotierung den gesamten Sektor. SpaceX peilt eine Bewertung zwischen 1,75 und 1,8 Billionen Dollar an. Das Unternehmen will 555,6 Millionen Aktien zu je 135 Dollar verkaufen und damit 75 Milliarden Dollar einsammeln.

Die Ankündigung hatte Space-Aktien zunächst beflügelt. Dann kamen Berichte, SpaceX strebe eine Bewertung von 1,8 statt über 2 Billionen Dollar an. Elon Musk widersprach — die Unsicherheit bleibt. Marktbeobachter werten das IPO als klassisches „Buy-the-News“-Szenario, das nach dem Preisfindungstag schnell kippen könnte.

Starke Zahlen, offene Risiken

Die Fundamentaldaten sprechen eine andere Sprache. Im ersten Quartal erzielte Rocket Lab 136,7 Millionen Dollar im Raumfahrtsystemgeschäft und 63,7 Millionen Dollar im Startsegment — beides über den Analystenerwartungen. Der Auftragsbestand hat sich auf 2,2 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.

Hinzu kommen milliardenschwere Rüstungsaufträge. Die Space Development Agency vergab Verträge im Gesamtumfang von über 1,3 Milliarden Dollar für ein Satellitennetzwerk zur Raketenabwehr — basierend auf Rocket Labs Lightning-Plattform. Die Akquisition von Motiv Space Systems, jetzt unter dem Namen Rocket Lab Robotics, stärkt das Robotik-Portfolio. Motiv-Technologie steckt unter anderem im NASA-Rover Perseverance.

Das Risikobild bleibt dennoch zweigeteilt. Das Unternehmen schreibt weiter Verluste und verbrennt Kapital. Der Neutron-Trägerrakete, ursprünglich für 2024 geplant, verzögerte sich nach einem Treibstofftank-Versagen auf frühestens Ende 2026. Trotz allem: Wer vor einem Jahr einstieg, sitzt auf einem Plus von über 340 Prozent.

Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 3. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rocket Lab USA