Rocket Lab Aktie: 22. Juni Nasdaq-100-Aufnahme

Rocket Lab erholt sich nach SpaceX-IPO-Rücksetzer. Die bevorstehende Nasdaq-100-Aufnahme am 22. Juni gilt als Hauptkatalysator für institutionelle Käufe.

Die Kernpunkte:
  • Aktie erholt sich um 6,7 Prozent
  • Nasdaq-100-Aufnahme am 22. Juni
  • Umsatzplus von 63,4 Prozent im Quartal
  • Auftragsbestand über 2,2 Milliarden Dollar

Nach einem turbulenten Wochenende meldet sich Rocket Lab zurück. Die Aktie legte am Montag rund 6,7 Prozent zu und schloss bei 109,25 Dollar — eine direkte Gegenbewegung auf den 10-Prozent-Einbruch vom Freitag.

Auslöser des Rücksetzers war das Börsen-Debüt von SpaceX am 12. Juni. Anleger zogen Kapital aus kleineren Raumfahrtwerten ab, um sich am IPO zu beteiligen. CEO Peter Beck wertete das gelassen: Der Aufmerksamkeitsschub für die gesamte Branche überwiege. Rocket Lab sei die klare Nummer zwei im Markt — gemessen an der Startfrequenz.

Nasdaq-100-Aufnahme als nächster Treiber

Das eigentliche Ereignis steht noch bevor. Am 22. Juni nimmt der Nasdaq-100 Rocket Lab offiziell auf. Analysten von Cantor Fitzgerald sehen darin den primären Katalysator für institutionelle Nachfrage. ETFs und Indexfonds, die den Nasdaq-100 abbilden, müssen die Aktie dann zwingend kaufen. Das Handelsvolumen am Montag lag bereits 18 Prozent über dem jüngsten Durchschnitt — ein Vorgeschmack.

Zahlen, die das Narrativ stützen

Rocket Lab liefert operativ. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 200,35 Millionen Dollar — ein Plus von 63,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge kletterte auf 43 Prozent, nach 33,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Für das zweite Quartal erwartet das Management zwischen 225 und 240 Millionen Dollar Umsatz.

Der Auftragsbestand überschreitet 2,2 Milliarden Dollar und wuchs im Jahresvergleich um mehr als 100 Prozent. Allein für den japanischen Erdbeobachtungsanbieter Synspective stehen 17 weitere Missionen bis 2030 in den Büchern. Die nächste davon — Mission Nummer 90 der Electron-Rakete — soll frühestens am 18. Juni starten.

Hinzu kommt eine Kriegskasse von rund 1,2 Milliarden Dollar in bar, ohne kurzfristige Schulden. Das gibt dem Unternehmen Spielraum für das Neutron-Programm, die größere Trägerrakete, die 2026 ihren Erstflug absolvieren soll.

Wachstum jenseits des Electron

Rocket Lab produziert über 90 Prozent der Electron-Komponenten und 95 Prozent seiner Satellitensysteme selbst. Diese vertikale Integration senkt Abhängigkeiten und stützt die Marge. Mit den Übernahmen von Mynaric und Motiv Space Systems hat das Unternehmen seine Kompetenz in Laserkommunikation und Weltraumrobotik ausgebaut.

Analysten vergleichen das aktuelle NASA-Aktivitätsniveau mit dem Tempo der Apollo-Ära. Für die zweite Jahreshälfte 2026 könnte ein Vertrag für das Mars Telecommunications Orbiter-Programm folgen — ein potenziell milliardenschwerer Auftrag, der das Auftragspolster weiter verdicken würde.

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