Rocket Lab Aktie: 24 Prozent Minus in einem Monat

Rocket Lab verliert binnen Monat fast 24 Prozent. SpaceX-Indexaufnahme und Milliardenübernahme belasten den Kurs des Raumfahrtunternehmens.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch um fast 8 Prozent
  • Monatsverlust von 24 Prozent
  • SpaceX-Indexaufnahme als Auslöser
  • Milliarden-Deal mit Iridium umstritten

Rocket Lab erlebt turbulente Tage an der Börse. Während der Sektor unter Druck gerät, kämpft der Raumfahrtspezialist mit strategischen Sorgen und einem erstarkten Wettbewerb. Der Wind hat sich gedreht.

Am Dienstag verlor das Papier massiv an Boden. Der Kurs sackte um 7,86 Prozent auf 75,00 Euro ab. Innerhalb eines Monats summieren sich die Verluste damit auf fast 24 Prozent. Ein Auslöser liegt beim Konkurrenten SpaceX. Dessen Aufnahme in den Nasdaq-100 führte zu branchenweiten Umschichtungen. Institutionelle Anleger reduzierten daraufhin ihre Positionen bei kleineren Playern wie Rocket Lab.

Umstrittener Milliarden-Deal

Im Zentrum der Skepsis steht die acht Milliarden Dollar schwere Übernahme von Iridium Communications. Marktbeobachter bewerten die Bewertung des Deals höchst unterschiedlich. Einige Analysten taxieren den fairen Wert von Iridium auf lediglich 38 Dollar pro Aktie. Damit würde Rocket Lab einen Aufschlag von rund 39 Prozent zahlen.

Hinzu kommen operative Risiken in der Zielbranche. Das Wachstum im Bereich Internet der Dinge stockt. Parallel dazu belasten günstigere Tarife im maritimen Sektor die Margen. Die strategische Logik des Mergers muss sich in diesem schwierigen Umfeld erst noch beweisen.

Hoffnungsträger Neutron-Rakete

Das Unternehmen setzt alles auf seine neue Schwerlastrakete Neutron. Das wiederverwendbare Vehikel soll bis zu 13.000 Kilogramm Nutzlast in den Orbit befördern. Der erste Testflug ist für Ende 2026 geplant. Er gilt als entscheidender Meilenstein im harten Wettbewerb um schwere Frachten.

Zwei neue NASA-Aufträge für das Jahr 2027 stützen unterdessen das operative Geschäft. Dabei geht es um die Erforschung von Eiswolken sowie Messungen der Sonnenstrahlung. Diese Verträge festigen die Position als Partner für Regierungsbehörden.

Die finanzielle Integration der Iridium-Übernahme bleibt kurzfristig das beherrschende Thema für den Kurs. Mit einem RSI von 39 nähert sich die Aktie technisch überverkauften Regionen. Dennoch sorgt die hohe Volatilität von über 100 Prozent weiterhin für Unruhe im Depot.

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