Rocket Lab Aktie: 55,16 Prozent unter Rekordhoch

Rocket Lab verliert über 55 Prozent vom Rekordhoch. Lobbyausgaben von 80.000 Dollar für Q2 gemeldet. Neutron-Raketenstart als Schlüsselereignis.

Die Kernpunkte:
  • Lobbyausgaben von 80.000 Dollar offengelegt
  • Aktie verliert 35 Prozent in 30 Tagen
  • Kurs 55 Prozent unter Rekordhoch
  • Neutron-Raketenstart für 2026 geplant

Rocket Lab meldet Lobbyausgaben von 80.000 Dollar für das zweite Quartal 2026. Die Offenlegung nach dem US-Lobbying Disclosure Act wurde am 19. Juli 2026 veröffentlicht. Im Fokus der Lobbyarbeit steht das Thema Raumfahrt.

Solche Meldungen sind Routine für Raumfahrtunternehmen. Sie unterstreichen aber, wie eng Rocket Lab mit staatlichen Aufträgen und regulatorischen Vorgaben verflochten bleibt. Der Weltraumsektor hängt stark von politischen Entscheidungen ab, gerade wenn es um Startgenehmigungen und Verteidigungsaufträge geht.

Kurs bricht binnen Wochen massiv ein

Die eigentliche Geschichte spielt sich aktuell am Aktienmarkt ab. Rocket Lab notiert bei 60,00 Euro, ein Plus von 1,18 Prozent zum Vortag. Der Blick auf die vergangenen 30 Tage zeigt aber ein anderes Bild: Die Aktie hat in diesem Zeitraum 35,34 Prozent verloren.

Noch deutlicher wird das Ausmaß im Vergleich zum 52-Wochen-Hoch. Am 27. Mai 2026 kostete die Aktie noch 133,80 Euro. Aktuell liegt der Kurs damit 55,16 Prozent unter diesem Höchststand – mehr als halbiert innerhalb weniger Wochen.

Der RSI von 31,2 signalisiert eine überverkaufte Aktie. Die annualisierte Volatilität von fast 96 Prozent zeigt, wie nervös der Markt Rocket Lab derzeit handelt. Trotz des scharfen Rückgangs bleibt die Aktie binnen zwölf Monaten mit 48,51 Prozent im Plus.

Neutron-Rakete als nächster Prüfstein

Operativ arbeitet Rocket Lab weiter am Neutron, der neuen Trägerrakete für mittelschwere Nutzlasten. Der Erstflug ist noch für 2026 geplant. Von diesem Start hängt viel ab: Neutron soll Rocket Lab in eine neue Umsatzklasse katapultieren und den Wettbewerb um größere Satellitenkontrakte eröffnen.

Bisher trägt vor allem die Sparte für Raumfahrtsysteme den Umsatz des Unternehmens. Sie lieferte im vergangenen Jahr den Großteil der Erlöse. Ob Neutron diese Balance verschiebt, entscheidet sich mit dem Erstflug später in diesem Jahr.

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