Rocket Lab Aktie: 67 Millionen verkauft

Rocket Lab Insider stoßen nach Kursrallye Aktien im Wert von 67 Millionen Dollar ab. Analysten sehen Potenzial in neuer Neutron-Rakete.

Die Kernpunkte:
  • Insiderverkäufe im Wert von 67 Millionen Dollar
  • Put-Call-Verhältnis steigt auf 0,69
  • Stifel erhöht Kursziel auf 132 Dollar
  • Neutron-Raketenstart für Q4 2026 geplant

Rocket Lab hat eine rasante Rallye hinter sich. Jetzt sichern sich Investoren ab. Das Management verkauft Aktien im großen Stil. Die Nervosität am Optionsmarkt steigt spürbar.

Der Kurs der Raumfahrt-Aktie fiel zuletzt auf rund 108 US-Dollar. Zuvor hatte das Papier innerhalb eines Jahres um fast 300 Prozent zugelegt. Anleger suchen nun Schutz vor weiteren Rücksetzern. Das zeigt der Optionsmarkt deutlich. Das Put-Call-Verhältnis kletterte spürbar auf 0,69. Eine hohe implizite Volatilität deutet auf heftige Preisschwankungen in den kommenden Wochen hin.

Millionen-Verkäufe aus der Chefetage

Die hohe Bewertung sorgt für Diskussionen. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt bei knapp 89. Das ist ein extrem ambitionierter Wert. Führungskräfte nutzen das Preisniveau offenbar für Gewinnmitnahmen. In den vergangenen drei Monaten stießen Insider Aktien im Wert von knapp 67 Millionen US-Dollar ab.

Käufe aus dem Management gab es in diesem Zeitraum keine. Allein ein Direktor trennte sich Anfang Juni von einem massiven Aktienpaket. Kein Wunder. Nach einer derartigen Kursrallye nehmen frühe Investoren Geld vom Tisch.

Hoffnungsträger Neutron

Trotz der Abverkäufe bleibt die Wall Street optimistisch. Die Investmentbank Stifel hob das Kursziel für Rocket Lab auf 132 US-Dollar an. Analyst Erik Rasmussen lobt das Umsatzwachstum und die steigende Startfrequenz. Die kleine Electron-Rakete wirft mittlerweile Geld ab. Die eigentliche Fantasie liegt aber in der neuen Neutron-Rakete. Der erste Start der mittelschweren Trägerrakete ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Das Timing könnte kaum besser sein. Konkurrent SpaceX ist bis Ende 2027 komplett ausgebucht. Blue Origin bleibt vorerst am Boden. Rocket Lab hat bereits im Mai einen Vertrag über fünf Neutron-Starts mit einem geheimen Kunden geschlossen. CEO Peter Beck drückt aufs Tempo. Das Team arbeite nach einem aggressiven Zeitplan. Die Ingenieure verbesserten das Design, nachdem ein Tank bei einem Testlauf platzte.

Volle Auftragsbücher

Das operative Geschäft liefert Argumente für die Bullen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um gut 63 Prozent. Die Auftragsbücher sind mit 2,2 Milliarden US-Dollar prall gefüllt. Rocket Lab baut parallel dazu seine Führungsriege aus. Agostino Ricupati übernahm Anfang Juni den Posten des Chefbuchhalters. Er soll die wachsenden Strukturen ordnen.

Die entscheidende Hürde bleibt die Entwicklung der Neutron-Rakete. Verzögerungen beim Bau oder anhaltend negative Cashflows könnten die teure Aktie schnell belasten. Gelingt der Erstflug im Winter, steht Rocket Lab der lukrative Markt für schwere Satelliten offen. Bis dahin bleibt die Aktie ein hochvolatiles Investment.

Anzeige

Rocket Lab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab-Analyse vom 10. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Rocket Lab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rocket Lab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rocket Lab