Rocket Lab Aktie: 8 Milliarden für Iridium
Rocket Lab übernimmt Iridium für acht Milliarden Dollar und wird zum integrierten Raumfahrtkonzern. Analysten sehen Kurspotenzial.

- Übernahme von Iridium Communications
- Kaufpreis von acht Milliarden Dollar
- Wandel zum Satellitenbetreiber
- Analysten erhöhen Kursziele
Rocket Lab wagt den ultimativen Schritt. Der Raketenbauer kauft den Satellitenbetreiber Iridium Communications. Der Deal hat ein Volumen von rund acht Milliarden US-Dollar. Damit greift das Unternehmen direkt SpaceX und Amazons Kuiper-Projekt an.
Iridium-Aktionäre erhalten 54 US-Dollar je Anteilsschein. Dieser Preis setzt sich zur Hälfte aus Bargeld und zur Hälfte aus Rocket-Lab-Aktien zusammen. Das entspricht einem Aufschlag von gut 24 Prozent auf den letzten Kurs. Für den Baranteil sichert sich Rocket Lab einen Überbrückungskredit. Deutsche Bank und Wells Fargo stellen dafür 3,6 Milliarden US-Dollar bereit.
Neues Geschäftsmodell
Rocket Lab übernimmt eine aktive Konstellation aus 66 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Diese Infrastruktur bedient rund 2,5 Millionen Kunden aus Schifffahrt, Luftfahrt und Regierungsbehörden. Die Folge: ein völlig neues Geschäftsmodell. Der Konzern wandelt sich vom reinen Raketenbauer zum integrierten Raumfahrt-Giganten.
Bisher hing Rocket Lab stark von der Startfrequenz seiner Raketen ab. Jetzt kauft sich das Management verlässliche Einnahmen ein. Iridium meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von knapp 872 Millionen US-Dollar. Der operative Gewinn lag bei fast 500 Millionen US-Dollar. CEO Peter Beck spricht von einem entscheidenden Moment. Das Unternehmen investiere nicht länger in Hoffnungen, sondern in profitable Infrastruktur.
Analysten jubeln
Analysten reagieren begeistert auf den Zukauf. Roth Capital hebt das Kursziel auf 130 US-Dollar an. Needham bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 120 US-Dollar. Die Experten loben die starke Wettbewerbsposition.
An der Börse notiert die Rocket-Lab-Aktie aktuell bei 86,40 Euro. Auf Jahressicht steht ein massives Plus von rund 185 Prozent auf der Kurstafel. Seit Januar summiert sich der Gewinn auf knapp 33 Prozent.
Die Vorstände beider Unternehmen haben dem Deal bereits zugestimmt. Die Transaktion soll Mitte 2027 über die Bühne gehen. Bis dahin müssen noch Wettbewerbshüter und Lizenzbehörden zustimmen. Zuvor steht für Rocket Lab ein weiterer Meilenstein an. Im vierten Quartal 2026 soll die neue Neutron-Rakete zu ihrem Erstflug starten.
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