Rocket Lab Aktie: 8-Milliarden-Übernahme von Iridium
Rocket Lab kauft Iridium für acht Milliarden Dollar und wird zum integrierten Raumfahrtkonzern. Analysten sehen Parallelen zu SpaceX.

- Acht Milliarden Dollar Übernahme von Iridium
- Aktie verliert 20 Prozent in einem Monat
- Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 2,2 Milliarden
- Neutron-Rakete treibt Auftragsbücher an
Rocket Lab wandelt sich radikal. Vom spezialisierten Raketenbauer entwickelt sich das Unternehmen zum integrierten Weltraum-Konzern. Die Milliarden-Übernahme von Iridium Communications markiert dabei den Beginn einer neuen Ära.
Ein neuer Gigant im Erdorbit
Acht Milliarden Dollar investiert Rocket Lab in den Kauf von Iridium Communications. Der Deal soll bis 2027 abgeschlossen sein. Das Ziel ist die vertikale Integration: Startdienste, Satellitendesign und globale Kommunikation kommen künftig aus einer Hand.
Iridium erwirtschaftete im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 871 Millionen Dollar. Die operative Marge lag bei beachtlichen 57 Prozent. Solche stabilen Cashflows könnten Rocket Lab die nötige finanzielle Basis für künftige Großprojekte verschaffen.
Volatilität trifft auf Analysten-Lob
An der Börse herrscht derweil Nervosität. Die Aktie notierte zuletzt bei 70,80 Euro und verlor damit innerhalb eines Monats rund 20 Prozent an Wert. Der Abstand zum Rekordhoch aus dem Mai hat sich auf fast 50 Prozent vergrößert.
Analysten lassen sich von den Schwankungen kaum beirren. Morgan Stanley vergleicht Rocket Lab bereits mit einer kleineren Version von SpaceX. Die Bank erhöhte ihr Kursziel für ein optimistisches Szenario massiv auf 293 Dollar. Technisch rückt nun der 200-Tage-Durchschnitt bei 67,12 Euro als Unterstützung in den Fokus.
Rekorde bei Aufträgen und Technik
Betrieblich liefert das Unternehmen Ergebnisse. Für die U.S. Space Force stellte Rocket Lab einen neuen Rekord auf. Zwischen dem offiziellen Startbefehl und dem Abheben der Rakete vergingen weniger als 17 Stunden. Diese Reaktionsschnelligkeit ist ein entscheidender Vorteil bei nationalen Sicherheitsaufträgen.
Parallel dazu füllt sich das Orderbuch für die neue Neutron-Rakete. Der gesamte Auftragsbestand des Konzerns erreichte zuletzt den Bestwert von 2,2 Milliarden Dollar. Das sichert die Auslastung für Jahre im Voraus.
Im August folgt der nächste Härtetest mit dem Bericht zum zweiten Quartal. Marktbeobachter erwarten einen Umsatzsprung auf rund 231 Millionen Dollar. Dann muss das Management zeigen, wie der Zeitplan für die Neutron-Rakete und die Integration von Iridium konkret aussieht.
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