Rocket Lab Aktie: ARK Invest kauft 681.000 Aktien
Raymond James und Berenberg sehen bei Rocket Lab weiteres Potenzial, während Neutron-Start und Iridium-Integration zentrale Risiken bleiben.

- Raymond James startet Rocket-Lab-Bewertung
- Berenberg sieht 83-Dollar-Kursziel
- ARK Invest kauft 681.000 Aktien
- Neutron und Iridium bleiben entscheidend
Zwei Investmenthäuser haben sich in den vergangenen Wochen erstmals zu Rocket Lab geäußert – und beide sehen erhebliches Aufwärtspotenzial. Raymond James startete die Coverage am 11. September mit einem „Outperform“-Rating und einem Kursziel von 80 US-Dollar.
Berenberg hatte bereits am 2. September ein Buy-Rating mit einem Kursziel von 83,00 US-Dollar vergeben, was zum damaligen Kurs von 62,54 US-Dollar ein Aufwärtspotenzial von rund 33 Prozent implizierte.
Beide Häuser begründen ihren Optimismus mit denselben strategischen Hebeln: der Neutron-Rakete und der geplanten Erweiterung durch Iridium und Mynaric. Raymond James warnte allerdings zugleich vor Ausführungs-, Integrations- und Margenrisiken – ein Hinweis darauf, dass die Wachstumsstory noch nicht ohne Stolpersteine ist.
Prominenter Rückenwind von ARK Invest
Zusätzliches Vertrauen kam von Cathie Woods ARK Invest, die einem Medienbericht zufolge Anfang September innerhalb von zwei Tagen rund 681.000 Rocket-Lab-Aktien zukaufte. Solche Zukäufe eines prominenten Wachstumsinvestors werden am Markt häufig als Signal für langfristiges Vertrauen in die Unternehmensstrategie gewertet, auch wenn sie kurzfristige Kursschwankungen nicht verhindern.
Das operative Geschäft läuft parallel unvermindert weiter: Am 11. September brachte Rocket Lab mit der Mission „Happily Ever Faster“ die 16. Electron-Rakete des Jahres 2026 ins All, gestartet vom Launch Complex 1 in Neuseeland, um einen Erdbeobachtungssatelliten für einen nicht näher genannten Kunden auf eine 500 Kilometer hohe Umlaufbahn zu bringen. Bereits Anfang September war mit der Mission „Owl Around The World“ die 94. Electron insgesamt für den japanischen Kunden Synspective gestartet.
Ausblick und Kursbild
Für das dritte Quartal 2026 hat Rocket Lab einen Umsatz zwischen 250 und 265 Millionen US-Dollar in Aussicht gestellt. Diese Guidance bildet den Maßstab, an dem sich Anleger in den kommenden Wochen orientieren dürften, zumal das Unternehmen mit der milliardenschweren Iridium-Übernahme parallel ein weiteres strategisches Großprojekt stemmt.
Am Aktienmarkt hat sich das Papier zuletzt stabilisiert. Die Aktie notiert aktuell bei 59,30 Euro und legte in den vergangenen sieben Handelstagen um 9,2 Prozent zu. Auf Monatssicht steht dagegen weiterhin ein Rückgang von 8,6 Prozent zu Buche, und vom 52-Wochen-Hoch bei 133,80 Euro trennen das Papier noch 56 Prozent.
Auf Sicht von zwölf Monaten liegt die Aktie dennoch mit 48 Prozent im Plus – ein Beleg dafür, dass der langfristige Aufwärtstrend trotz der jüngsten Korrektur intakt bleibt.
Die frischen Kursziele von Raymond James und Berenberg liegen deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Ob Rocket Lab diese Erwartungen erfüllen kann, hängt maßgeblich davon ab, wie reibungslos die Integration von Iridium und der Hochlauf der Neutron-Rakete gelingen – genau jene Punkte, vor denen Raymond James in seiner Ersteinschätzung ausdrücklich gewarnt hatte.
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