Rocket Lab Aktie: Insiderverkäufe während Iridium-Übernahme
Rocket Lab setzt seine Startserie fort und meldet Wachstum, während Kursverluste, Insiderverkäufe und Widerstand gegen Iridium belasten.

- Japanischer StriX-Satellit heute gestartet
- Rekordumsatz von 234 Millionen Dollar
- Führungskräfte verkauften 78.800 Aktien
- SpaceX stellt Iridium-Deal infrage
Rocket Lab bringt heute einen japanischen Radarsatelliten der StriX-Serie für den Betreiber Synspective von Neuseeland aus ins All. Der Start ist der jüngste in einer dichten Reihe von Missionen, die das Raumfahrtunternehmen in diesem Jahr absolviert hat, und rückt das operative Geschäft in den Fokus, während die Aktie unter Druck bleibt.
Erst vor knapp zwei Wochen hatte Rocket Lab seinen 93. Electron-Start abgeschlossen und dabei einen QPS-SAR-Satelliten des japanischen Betreibers iQPS in eine Erdumlaufbahn von 575 Kilometern gebracht – bereits die neunte eigenständige Mission für diesen Kunden und der 14. Start des Unternehmens im laufenden Jahr. Die Startkadenz zeigt, dass das operative Geschäft unabhängig von der Kursentwicklung robust läuft.
Zahlen belegen Wachstum, Kurs bleibt schwach
Mitte August meldete Rocket Lab für das zweite Quartal einen Rekordumsatz von 234 Millionen Dollar sowie einen Auftragsbestand von 2,36 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr stellte das Management einen kombinierten Umsatz von 1,8 Milliarden Dollar in Aussicht – eine Zahl, die die geplante Übernahme von Iridium Communications bereits einschließt. Das Unternehmen bezeichnete den Deal selbst als strategischen Zukauf.
Von dieser operativen Stärke ist an der Börse aktuell wenig zu spüren. Die Aktie notiert bei 54,10 Euro und hat allein in den vergangenen 30 Tagen zwölf Prozent verloren, seit Jahresbeginn steht ebenfalls ein Minus von zwölf Prozent zu Buche.
Zum 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro, erreicht im Mai, fehlen inzwischen 60 Prozent. Der Kurs liegt zudem klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 69,52 Euro, ein Zeichen für den anhaltenden Abwärtstrend der vergangenen Monate.
Insiderverkäufe und regulatorischer Gegenwind
Zur Verunsicherung tragen auch Verkäufe aus den eigenen Reihen bei. Betriebschef Frank Klein veräußerte Ende August Aktien im Wert von rund 2,37 Millionen Dollar zu Preisen zwischen 66,25 und 67,54 Dollar je Stück.
Insgesamt trennten sich fünf Führungskräfte von knapp 78.800 Aktien für zusammen 5,49 Millionen Dollar – behielten dabei aber rund 97,5 Prozent ihrer bisherigen Bestände. Ein vollständiger Rückzug von Insidern ist das also nicht, wohl aber ein Signal, das Anleger in einer ohnehin nervösen Marktphase registrieren.
Zusätzlichen Druck bringt der Widerstand von SpaceX gegen die Iridium-Übernahme. Der Konkurrent forderte die US-Regulierungsbehörde FCC auf, das Verhalten von Iridium während der Prüfung des Lizenztransfers genauer zu untersuchen. Die Aktionäre von Iridium sollen am 24. September über den Zusammenschluss abstimmen – ein Termin, der nun als nächster wichtiger Prüfstein für die Übernahme gilt.
Was für Anleger zählt
Die Gemengelage bleibt zweigeteilt: Auf der operativen Seite liefert Rocket Lab mit Rekordumsätzen, wachsendem Auftragsbestand und einer hohen Startfrequenz solide Fortschritte. Der heutige StriX-Start unterstreicht diese Kontinuität.
Auf der anderen Seite belasten der regulatorische Gegenwind bei der Iridium-Übernahme und die Verkäufe von Führungskräften das Sentiment. Mit einem RSI von 32,9 signalisieren technische Indikatoren zumindest eine überverkaufte Marktlage – ob das für eine Stabilisierung reicht, hängt maßgeblich vom weiteren Verlauf des Übernahmeverfahrens ab.
Rocket Lab-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab-Analyse vom 1. September liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 1. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




