Rocket Lab Aktie: Kriegskasse gefüllt!

Rocket Lab stärkt seine Finanzen durch eine große Kapitalerhöhung und treibt mit Übernahmen und neuen Technologien die Expansion voran, trotz eines verschobenen Raketenstarts und hoher Verluste.

Die Kernpunkte:
  • Massive Kapitalerhöhung von fast 500 Millionen Dollar
  • Übernahme von Mynaric für Laser-Kommunikationstechnik
  • Neues elektrisches Antriebssystem für Satelliten
  • Start der Neutron-Rakete auf Ende 2026 verschoben

Rocket Lab beendet eine rasante Handelswoche mit einem Kursplus von fast 25 Prozent. Der Raumfahrtkonzern treibt seine Expansion aggressiv voran. Eine abgeschlossene Übernahme, eine massive Kapitalerhöhung und ein neues Antriebssystem zeigen die Ambitionen. Hinter den Kulissen wächst derweil der finanzielle Druck.

Expansion auf allen Ebenen

Technologisch setzt das Unternehmen einen neuen Schwerpunkt. Mit „Gauss“ präsentierte Rocket Lab ein elektrisches Satelliten-Antriebssystem, das speziell für die Massenproduktion konzipiert ist. Eine neue Fertigungslinie soll künftig mehr als 200 dieser Triebwerke pro Jahr ausliefern. Das System adressiert direkt die Lieferkettenprobleme großer Satellitenkonstellationen.

Parallel dazu schloss das Management die Übernahme der deutschen Mynaric AG ab. Der Kaufpreis beläuft sich auf 155,3 Millionen US-Dollar, teils in eigenen Aktien bezahlt. Mynaric liefert Laser-Kommunikationsterminals. Diese Technologie benötigt Rocket Lab dringend für einen 1,3 Milliarden Dollar schweren Regierungsauftrag.

Frisches Kapital trifft auf hohe Kosten

Solche Wachstumspläne verschlingen Geld. Das Unternehmen platzierte in den vergangenen Wochen Millionen neuer Aktien über ein At-the-Market-Programm. Das spülte rund 474 Millionen US-Dollar in die Kasse. Weitere Termingeschäfte sichern zusätzliche Einnahmen in ähnlicher Höhe ab. Das Management will die Mittel für künftige Zukäufe und das operative Geschäft nutzen.

Der Kapitalbedarf ist offensichtlich. Für das erste Quartal 2026 rechnet Rocket Lab mit einem negativen operativen Ergebnis (EBITDA) von rund 24 Millionen US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld mit einem deutlich geringeren Verlust kalkuliert.

An der Börse tritt diese Sorge aktuell in den Hintergrund. Die Aktie kletterte am Freitag auf 84,80 US-Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein massives Plus von 328 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zur 50-Tage-Linie bei gut 70 US-Dollar signalisiert einen intakten Aufwärtstrend.

Rückschlag beim Hoffnungsträger

Nicht alles läuft nach Plan. Die Premiere der neuen mittelschweren Trägerrakete „Neutron“ verschiebt sich auf das vierte Quartal 2026. Ein geplatzter Tank während eines Qualifikationstests zwang die Ingenieure zu einer Umstellung des Produktionsverfahrens.

Am 7. Mai legt Rocket Lab die Quartalszahlen vor. Der Vorstand stellte zuletzt einen Umsatz von bis zu 200 Millionen US-Dollar in Aussicht. Überzeugt der Bericht, rückt das 52-Wochen-Hoch bei 96,30 US-Dollar für die Aktie in greifbare Nähe.

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