Rocket Lab Aktie: NASA-Milliarden im Visier

Rocket Lab profitiert vom 20-Milliarden-Dollar-Mondprogramm der NASA und einem Rekordauftragsbestand. Der Aktienkurs stieg zweistellig.

Die Kernpunkte:
  • NASA plant Mondbasis mit 20 Milliarden Dollar
  • Neutron-Rakete startet Ende dieses Jahres
  • Rekordauftragsbestand von über zwei Milliarden Dollar
  • Analysten sehen über 20 Prozent Aufwärtspotenzial

Die Raumfahrtbranche erlebt derzeit enormen makroökonomischen Rückenwind. Während Gerüchte über einen gigantischen Börsengang von SpaceX die Fantasie der Anleger anregen, sorgt die NASA mit einem 20 Milliarden US-Dollar schweren Mond-Programm für handfeste wirtschaftliche Perspektiven. Für Rocket Lab eröffnen sich durch diese strategische Neuausrichtung der US-Raumfahrtbehörde lukrative Chancen, die den Aktienkurs am Mittwoch zweistellig ins Plus drückten.

Das „Ignition“-Programm der NASA

Am Dienstag präsentierte NASA-Chef Jared Isaacman das „Ignition“-Projekt. Ziel ist es, noch in der laufenden Amtszeit von Präsident Trump eine permanente Basis auf dem Mond zu errichten. Dafür plant die Behörde in den kommenden sieben Jahren Ausgaben von rund 20 Milliarden US-Dollar. Ein entscheidendes Detail für Investoren: Die NASA will verstärkt auf kommerzielle Partner setzen, um regelmäßige und kostengünstige Missionen zur Mondoberfläche zu ermöglichen.

Hier kommt die neue, größere Neutron-Rakete von Rocket Lab ins Spiel, deren Erstflug für Ende dieses Jahres angesetzt ist. Bislang dominiert SpaceX mit der Falcon 9 den Transport von Mondfracht. Sobald die Neutron-Rakete einsatzbereit ist, dürfte die NASA ein starkes Interesse daran haben, ihre Auftragnehmer zu diversifizieren und sich nicht ausschließlich auf einen einzigen Anbieter zu verlassen.

Branchenweiter Optimismus

Zusätzlichen Auftrieb erhielt der gesamte Sektor durch Berichte über einen unmittelbar bevorstehenden Börsengang von SpaceX. Das Unternehmen von Elon Musk peilt angeblich noch diese Woche eine Kapitalbeschaffung von 75 Milliarden US-Dollar an. Eine solche Transaktion würde den bisherigen Rekord von Saudi Aramco weit in den Schatten stellen, SpaceX mit rund 1,75 Billionen US-Dollar bewerten und die Maßstäbe in der gesamten Raumfahrtindustrie neu kalibrieren.

Starke fundamentale Basis

Abseits der externen Treiber untermauert Rocket Lab seine Position mit konkreten Geschäftszahlen. Erst Mitte März sicherte sich das Unternehmen einen 190-Millionen-Dollar-Auftrag für 20 Hyperschall-Testflüge. Damit verkaufte Rocket Lab allein im ersten Quartal 2026 fast so viele Starts wie im gesamten Vorjahr. Der Auftragsbestand kletterte auf einen Rekordwert von über zwei Milliarden US-Dollar bei einem gleichzeitigen Umsatzwachstum von 38 Prozent.

Diese operative Stärke spiegelt sich in den Einschätzungen der Wall Street wider. Das Analysehaus Clear Street nahm die Bewertung kürzlich mit einem Kursziel von 88 US-Dollar auf. Der Konsens der Analysten liegt derzeit bei knapp über 89 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von gut 22 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau von rund 72 US-Dollar impliziert.

Der jüngste Kursanstieg basiert somit auf einer Kombination aus branchenweiter Aufbruchstimmung und solider operativer Ausführung. Mit dem geplanten Erstflug der Neutron-Rakete im weiteren Jahresverlauf steht der nächste fundamentale Meilenstein bereits fest im Kalender, der über die zukünftige Rolle von Rocket Lab bei der Vergabe der NASA-Milliarden entscheiden wird.

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