Rocket Lab Aktie: Rally auf Rekordhoch
Die Aktie des Raumfahrtunternehmens Rocket Lab erreicht ein Allzeithoch, angetrieben durch einen Milliardenauftrag der US-Verteidigungsbehörde und starke Quartalszahlen. Mehrere Analystenhäuser haben ihre Kursziele deutlich angehoben.

- Aktie erreicht Rekordhoch bei über 91 US-Dollar
- Größter Auftrag der Firmengeschichte von US-Verteidigung
- Quartalsumsatz übertrifft Analystenerwartungen
- Mehrere Analysten erhöhen Kursziele deutlich
Rocket Lab erreicht neue Dimensionen: Die Aktie des Raumfahrtunternehmens hat ein Allzeithoch von 91,80 US‑Dollar markiert und die Marktkapitalisierung in die Nähe von 48 Milliarden US‑Dollar getrieben. Seit Januar 2025 hat sich der Kurs fast verdreieinhalbfacht, allein im Dezember 2025 legte die Aktie um 65,5 Prozent zu. Treiber sind vor allem große Verteidigungsaufträge, starke Wachstumszahlen und eine Serie von Analysten-Upgrades.
Kursentwicklung und Kennzahlen
Am 14. Januar stieg der Kurs im Tagesverlauf zunächst bis auf 90,49 US‑Dollar, am Folgetag wurde dann das Rekordhoch von 91,80 US‑Dollar erreicht. Das Handelsvolumen lag bei über 13,6 Millionen Aktien und damit deutlich über dem Durchschnitt.
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Die Aktie hat sich weit von ihren gleitenden Durchschnitten entfernt:
– 50‑Tage‑Linie: 59,11 US‑Dollar
– 200‑Tage‑Linie: 53,14 US‑Dollar
Zentrale Performance-Daten:
- 1‑Jahres‑Rendite: ca. 276 Prozent
- Kursanstieg im Dezember 2025: 65,5 Prozent
- Entwicklung im Januar 2026 (Monat bisher): über +21 Prozent
- 52‑Wochen‑Spanne: 14,71 bis 91,80 US‑Dollar
Die Daten zeigen, wie stark die Erwartungen an das weitere Wachstum gestiegen sind.
Verteidigungsaufträge verändern das Geschäft
Ein Schlüssel für die Neubewertung des Unternehmens ist ein Auftrag über 816 Millionen US‑Dollar von der U.S. Space Development Agency (SDA). Es ist der größte Vertrag der Firmengeschichte und rückt Rocket Lab in eine Reihe mit etablierten Rüstungskonzernen wie L3Harris, Lockheed Martin und Northrop Grumman als Hauptauftragnehmer für nationale Sicherheitsmissionen.
Das gesamte Vertragsvolumen mit der SDA übersteigt inzwischen 1,3 Milliarden US‑Dollar. Im Fokus steht die Entwicklung und der Bau von 18 Satelliten für das „Tracking Layer Tranche 3“-Programm innerhalb der Proliferated Warfighter Space Architecture.
Space Systems als Wachstumstreiber
Die strategische Verschiebung zeigt sich deutlich in der Umsatzstruktur. Im dritten Quartal 2025 erzielte der Bereich Space Systems 114,2 Millionen US‑Dollar Umsatz und stellte damit rund 74 Prozent der gesamten Konzernerlöse.
Der Auftragsbestand liegt bei über 1,1 Milliarden US‑Dollar. Davon entfallen etwa 53 Prozent auf Space Systems und 47 Prozent auf Launch Services. Damit gewinnt das System- und Verteidigungsgeschäft klar an Gewicht gegenüber den klassischen Startdiensten.
Quartalszahlen über den Erwartungen
Die jüngsten Quartalsergebnisse unterstreichen das Wachstumstempo:
- Umsatz gesamt: 155,08 Mio. US‑Dollar (Erwartung: 152,45 Mio. US‑Dollar)
- Umsatzwachstum zum Vorjahr: 48 Prozent
- Ergebnis je Aktie (EPS): -0,03 US‑Dollar (Konsens: -0,05 US‑Dollar)
- Netto-Marge: -35,64 Prozent
- Verschuldungsgrad (Debt-to-Equity): 0,32
Rocket Lab wächst also schnell, arbeitet aber noch mit deutlichen Verlusten. Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit einem EPS von -0,20 US‑Dollar und Erlösen von 600,52 Mio. US‑Dollar – das entspräche einer Ergebnisverbesserung von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bleibt aber klar im negativen Bereich.
Analysten heben Kursziele an
Die Kursrally wird von mehreren positiven Analystenkommentaren begleitet. In den vergangenen Wochen haben verschiedene Häuser ihre Kursziele zum Teil deutlich angehoben:
- Baird: Ziel von 83 auf 100 US‑Dollar, Begründung u. a. der Vertragsbestand über 1 Mrd. US‑Dollar
- Needham: Ziel von 63 auf 90 US‑Dollar, Rating „Buy“ bestätigt
- KeyCorp: Ziel von 50 auf 75 US‑Dollar, Einstufung „Overweight“
- Bank of America: Ziel von 50 auf 60 US‑Dollar, Rating „Buy“
- Zacks Research: Hochgestuft auf „Strong Buy“
Der Konsens liegt derzeit bei „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 61,25 US‑Dollar – und damit spürbar unter dem aktuellen Kursniveau.
Politisches Signal aus Washington
Am 9. Januar besuchte Verteidigungsminister Pete Hegseth den Unternehmenssitz im Rahmen seiner „Arsenal of Freedom“-Tour. Auf dem Programm standen nur drei Unternehmen: Lockheed Martin, SpaceX und Rocket Lab. Diese Auswahl unterstreicht die strategische Rolle, die Rocket Lab im sicherheitsrelevanten Raumfahrtsektor inzwischen einnimmt.
Hegseth betonte gegenüber den Mitarbeitern: „Dieses Unternehmen, genau Sie hier, stehen im Zentrum, um das Arsenal der Freiheit aufzubauen, das Amerika braucht.“ Der Besuch passt zu den wachsenden Verteidigungsaufträgen und stärkt die Position im politischen Umfeld.
Insiderverkäufe nach Plan
In den vergangenen 90 Tagen haben Führungskräfte rund 4,2 Millionen Aktien im Wert von etwa 262 Mio. US‑Dollar veräußert. Finanzvorstand Adam Spice verkaufte am 5. Januar 1,365 Millionen Aktien und erzielte damit rund 103 Mio. US‑Dollar.
Alle diese Transaktionen erfolgten über automatisierte 10b5‑1‑Handelspläne, die bereits Monate zuvor festgelegt wurden. Der Plan von CFO Spice wurde am 19. September 2025 eingerichtet, also deutlich vor den jüngsten Großaufträgen. Aktuell halten Insider etwa 11,90 Prozent der ausstehenden Aktien.
Neutron-Rakete als nächster Katalysator
Ein weiterer möglicher Treiber steht bereits in den Startblöcken: Das Management plant, die Neutron-Rakete im ersten Quartal 2026 startbereit auf die Rampe zu bringen. Dabei handelt es sich um eine wiederverwendbare Trägerrakete der mittleren Leistungsklasse, ausgelegt auf rund 15 Tonnen Nutzlast in einen niedrigen Erdorbit.
Mit Neutron tritt Rocket Lab in direkte Konkurrenz zu SpaceX’ Falcon 9 und erweitert den adressierbaren Markt deutlich – insbesondere für staatliche Zugänge zum All, schnelle militärische Einsätze und höhergewichtige nationale Sicherheitsmissionen. Gelingt der planmäßige Start, könnte dies die aktuelle Neubewertung weiter untermauern.
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