Rocket Lab Aktie: Rally geht weiter

Die Aktie von Rocket Lab erreicht neue Höchststände, angetrieben durch einen milliardenschweren Auftrag der US Space Force und erfolgreiche Satellitenmissionen. Analysten passen ihre Kursziele nach oben an.

Die Kernpunkte:
  • Milliardenauftrag der US Space Force als zentraler Treiber
  • Erfolgreiche Missionen für JAXA und kanadische Agentur
  • Analysten erhöhen Kursziele auf bis zu 90 US-Dollar
  • Aktuelle Bewertung bei rund 45 Milliarden Marktkapitalisierung

Rocket Lab setzt seine starke Kursentwicklung aus dem Dezember im Januar fort. Nach einer außergewöhnlichen Jahresend-Rally erreicht die Aktie neue Höchststände. Treiber sind vor allem große Aufträge aus dem Verteidigungsbereich und erfolgreiche Missionen im Satellitengeschäft. Wie solide ist die aktuelle Bewertung vor diesem Hintergrund?

Dezember-Rally als Ausgangspunkt

Im Dezember legte die Aktie um 65,5 % zu und ließ damit die großen US-Indizes klar hinter sich. Während der S&P 500 in diesem Zeitraum seitwärts lief und der Nasdaq Composite um 0,5 % nachgab, zeigte Rocket Lab eine deutlich überdurchschnittliche relative Stärke.

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Im Januar kommt bislang ein Plus von rund 21,6 % hinzu. Die Papiere bewegen sich aktuell im Bereich von 85 bis 87 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung liegt bei etwa 45 bis 46 Milliarden US-Dollar und spiegelt den deutlich gestiegenen Optimismus für die weitere Entwicklung wider.

Die wichtigsten Kurstreiber

Mehrere konkrete Faktoren haben die Rally im Dezember ausgelöst und stützen den Kurs derzeit weiter:

  • 816-Millionen-Dollar-Auftrag der US Space Force
    Am 18. Dezember meldete das Unternehmen seinen bislang größten Auftrag von der U.S. Space Development Agency (SDA). Rocket Lab soll 18 Satelliten für das Tracking Layer Tranche 3-Programm entwerfen und bauen.

  • Potenzial bis zu 1 Milliarde US-Dollar
    Der Vertragswert kann sich durch Erweiterungsoptionen in Höhe von 10,5 Millionen US-Dollar und zusätzliche Services auf bis zu rund 1 Milliarde US-Dollar erhöhen.

  • Vertrag mit der kanadischen Weltraumagentur
    Ein weiterer Auftrag soll den Aufbau der nationalen Raumfahrtkapazitäten Kanadas unterstützen.

  • Erste JAXA-Mission abgeschlossen
    Rocket Lab absolvierte einen erfolgreichen Start von Neuseeland aus für das Innovative Satellite Technology Demonstration Program der japanischen Raumfahrtagentur JAXA.

  • Sektor-Rückenwind durch SpaceX-IPO-Spekulation
    Berichte über einen möglichen Börsengang von SpaceX Ende 2026 sorgten branchenweit für höhere Bewertungen im Space-Tech-Segment.

Analysten heben Kursziele an

Nach der Bekanntgabe des Space-Force-Auftrags haben mehrere Häuser ihre Einschätzungen angepasst. Stifel bestätigte das Buy-Rating und erhöhte das 12-Monats-Kursziel von 75 auf 85 US-Dollar je Aktie.

Needham ging noch weiter und hob das Ziel von 63 auf 90 US-Dollar an, ebenfalls bei Einstufung „Buy“. Im Konsens liegt das durchschnittliche Kursziel aktuell bei 68,25 US-Dollar, mit einer Spanne von 51 bis 90 US-Dollar. Von 13 beobachtenden Analysten empfehlen 9 den Titel zum Kauf, 4 sehen ihn auf Halten.

Wachsende Sichtbarkeit im Verteidigungsgeschäft

Der Auftrag über 816 Millionen US-Dollar gilt als zentraler Meilenstein. Rocket Lab positioniert sich damit als Hauptauftragnehmer für sicherheitsrelevante Raumfahrtprogramme – ein Feld, das bislang vor allem von großen etablierten Luft- und Raumfahrtkonzernen dominiert wurde.

Die Satelliten sollen mit Sensoren zur Raketenfrühwarnung, -verfolgung und -abwehr ausgestattet werden. Ziel ist eine globale, dauerhafte Erfassung neuer Bedrohungen, einschließlich Hyperschallwaffen. Zudem kommen die StarLite-Schutzsensoren von Rocket Lab auch bei anderen Hauptauftragnehmern zum Einsatz, die TRKT3-Satelliten entwickeln. Daraus ergeben sich zusätzliche Erlösmöglichkeiten.

Zusammen mit einem bestehenden Auftrag über 515 Millionen US-Dollar für das SDA-Programm „Transport Layer-Beta Tranche 2“ summiert sich der Auftragsbestand der SDA-Projekte auf mehr als 1,3 Milliarden US-Dollar.

Bewertung rückt in den Fokus

Trotz der operativen Fortschritte sorgt die Bewertung für Diskussionen. Auf Basis der zurückliegenden zwölf Monate notiert die Aktie bei etwa dem 77-Fachen des Umsatzes. Die Marktkapitalisierung von rund 45 Milliarden US-Dollar steht einem Jahresumsatz von etwa 555 Millionen US-Dollar gegenüber.

Das Unternehmen arbeitet weiterhin defizitär. Das ausgewiesene Ergebnis je Aktie (EPS) der letzten zwölf Monate liegt bei -0,38 US-Dollar.

Für das vierte Quartal 2025 erwarten Analysten ein bereinigtes EPS von -0,05 US-Dollar bei einem Umsatz von etwa 177,5 Millionen US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von 34,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Konsens wird für das Gesamtjahr 2026 ein Umsatz von 879,5 Millionen US-Dollar und ein GAAP-EPS von -0,24 US-Dollar prognostiziert.

Der nächste wichtige Termin ist der Ergebnisbericht für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025, der für Ende Februar angekündigt ist. Dann dürfte sich zeigen, inwieweit das dynamische Auftragswachstum bereits in Umsatz und Ergebnis durchschlägt und ob die aktuelle Bewertung damit Schritt hält.

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