Rocket Lab Aktie: Rekorddeal trifft Kapitalerhöhung
Rocket Lab sichert sich einen 190-Millionen-Dollar-Vertrag für Hyperschalltests, kündigt aber gleichzeitig eine Aktienplatzierung von bis zu einer Milliarde Dollar an, was den Kurs um 9 Prozent drückt.

- Größter Einzelauftrag mit US-Verteidigungsministerium
- Kapitalerhöhung von bis zu einer Milliarde Dollar
- Aktienkurs fällt um rund neun Prozent
- Umsatzwachstum von 57 Prozent für Q1 erwartet
Rocket Lab hat gestern seinen bisher größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte bekanntgegeben: 190 Millionen US-Dollar für 20 Hyperschalltest-Flüge im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums. Die Freude der Anleger hielt allerdings nur kurz an — eine gleichzeitig angekündigte Kapitalerhöhung von bis zu einer Milliarde Dollar drückte die Aktie am selben Tag um rund 9 Prozent ins Minus.
Der Auftrag im Detail
Der Vertrag läuft über das MACH-TB-2.0-Programm des Test Resource Management Center und umfasst 20 Hyperschallflüge mit dem HASTE-Träger über einen Zeitraum von vier Jahren. Ausgeführt wird das Programm gemeinsam mit Kratos Defense & Security Solutions. Den ersten Flug erwartet Rocket Lab bereits wenige Monate nach der Vertragsunterzeichnung vom 18. März 2026 — ein Zeichen für die operative Reife des HASTE-Systems, das seit 2023 mehrere Flüge bei Geschwindigkeiten über Mach 5 absolviert hat, allesamt erfolgreich.
Der Auftrag schiebt den Auftragsbestand des Unternehmens auf über zwei Milliarden US-Dollar. Allein im ersten Quartal 2026 verkaufte Rocket Lab 28 neue Starts — annähernd so viele wie im gesamten Jahr 2025. Das Gesamtjahr 2025 hatte mit einem Umsatz von 602 Millionen Dollar und einem Wachstum von 38 Prozent bereits Rekordniveau erreicht.
Space Systems gewinnt an Gewicht
Neben dem Startgeschäft entwickelt sich das Segment Space Systems zum wachsenden Umsatzträger. Im vierten Quartal 2025 entfielen 103,8 Millionen der insgesamt 180 Millionen Dollar Umsatz auf diesen Bereich — rund 58 Prozent. Ende Februar 2026 übernahm Rocket Lab zudem Optical Support, Inc., einen Spezialisten für Präzisionsoptik, der 20 Mitarbeiter und rund 2.000 Quadratmeter Fertigungs- und Testkapazitäten einbringt. Zusätzlich wurde das Unternehmen von der Missile Defense Agency für das SHIELD-Programm ausgewählt, das Verträge mit einem Potenzial von bis zu 151 Milliarden Dollar umfasst.
Kapitalerhöhung bremst die Euphorie
Der Kursrückgang von 9,1 Prozent am Nachmittag des 19. März erklärt sich durch die Ankündigung einer Aktienplatzierung von bis zu einer Milliarde Dollar. Solche Maßnahmen lösen regelmäßig Verkaufsdruck aus, weil bestehende Aktionäre eine Verwässerung ihrer Anteile befürchten. Dabei hatte die Aktie am Vortag noch zehn Prozent zugelegt — getragen von der Vorfreude auf zwei bevorstehende Electron-Missionen. Gegen Mittag notierte das Papier bei rund 71,94 Dollar.
Für das laufende erste Quartal 2026 erwartet Rocket Lab einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen Dollar, was einem Wachstum von rund 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Längerfristig bleibt die Neutron-Rakete ein zentraler Faktor: Der erste Start ist nach einem Rückschlag beim Tanktest nun für das vierte Quartal 2026 geplant, die Qualifizierung mehrerer Strukturkomponenten läuft bereits.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




