Rocket Lab Aktie: Rekordlauf mit Hindernissen

Rocket Lab übertrifft mit 602 Mio. USD Umsatz die Erwartungen, muss aber den Erstflug der Neutron-Rakete verschieben. Analysten bewerten die Verzögerung als zentrales Risiko.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzwachstum von 38 Prozent auf Rekordniveau
  • Erstflug der Neutron-Rakete auf Q4 2026 verschoben
  • Gesicherter Auftragsbestand von 1,85 Mrd. USD
  • Führungskräfte verkaufen Aktien auf hohem Niveau

Rocket Lab demonstriert operative Exzellenz und meldet für das Geschäftsjahr 2025 Rekordumsätze, die selbst die Analystenschätzungen übertreffen. Doch der Glanz der aktuellen Zahlen wird durch Probleme beim wichtigsten Zukunftsprojekt getrübt. Während die Auftragsbücher voll sind, sorgt die Verschiebung der Neutron-Rakete für Skepsis bezüglich der kurzfristigen Margenentwicklung.

Starke Zahlen, volles Auftragsbuch

Das Raumfahrtunternehmen unterstreicht seine Verlässlichkeit mit dem 83. erfolgreichen Start, der nur sechs Tage nach der vorangegangenen Mission erfolgte. Diese hohe Schlagzahl spiegelt sich direkt in den Bilanzen wider: Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Rocket Lab einen Rekordumsatz von rund 602 Millionen US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch das vierte Quartal übertraf mit fast 180 Millionen US-Dollar Umsatz und einem geringeren Verlust pro Aktie die Erwartungen der Wall Street.

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Besonders der Blick in die Zukunft fällt finanziell solide aus. Der vertraglich gesicherte Auftragsbestand belief sich zum Ende des vierten Quartals auf rund 1,85 Milliarden US-Dollar. Davon sollen etwa 37 Prozent bereits innerhalb der nächsten zwölf Monate als Umsatz realisiert werden. Für das erste Quartal 2026 stellte das Management Erlöse zwischen 185 und 200 Millionen US-Dollar in Aussicht, was deutlich über den durchschnittlichen Schätzungen liegt.

Das Neutron-Problem

Trotz der operativen Erfolge bei den aktuellen Modellen bleibt die Entwicklung der neuen Neutron-Rakete das Sorgenkind. Nach einem Riss im Tank der ersten Stufe während der Tests musste das Management den Erstflug auf das vierte Quartal 2026 verschieben. Diese Verzögerung um sechs Monate drückt nicht nur auf die Stimmung, sondern verursacht auch höhere Kosten für Forschung und Entwicklung.

Analysten sehen hierin das größte Risiko für die Aktie. Während Häuser wie Cantor Fitzgerald ihr Kursziel auf 85 US-Dollar anhoben, senkte Needham & Company das Ziel auf 95 US-Dollar. Die Sorge ist begründet: Die Neutron-Rakete ist das Herzstück der langfristigen Wachstumsstrategie, und weitere Verzögerungen könnten das Vertrauen in den Zeitplan untergraben.

Insider-Verkäufe und hohe Bewertung

Parallel zu den gemischten Nachrichten nutzen Führungskräfte das hohe Kursniveau für Verkäufe. CFO Adam C. Spice und Chefjurist Arjun Kampani veräußerten Anfang März Aktienpakete. Zwar dienten diese Transaktionen teilweise der Deckung von Steuerverpflichtungen oder erfolgten nach vorab festgelegten Plänen, doch das gehäufte Auftreten sorgt für zusätzliches Angebot am Markt.

Die Aktie, die am Freitag bei 72,52 US-Dollar schloss, wird aktuell mit dem 46,6-Fachen des erwarteten Umsatzes bewertet. Nach einem Anstieg von rund 275 Prozent in den letzten zwölf Monaten ist damit bereits sehr viel Optimismus eingepreist. Die kommenden Monate werden entscheidend davon abhängen, ob Rocket Lab die hohen Kosten der Neutron-Entwicklung kontrollieren kann, ohne die Profitabilität im Kerngeschäft zu gefährden.

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