Rocket Lab Aktie: Rückschlag beim Neutron-Test
Ein geplatzter Tank bei einem Raketentest wirft Fragen zum Zeitplan auf, doch führende Finanzhäuser sehen langfristige Chancen und stufen die Aktie hoch.

- Hydrostatischer Drucktest für Neutron-Rakete schlägt fehl
- Mehrere Analysten bestätigen oder erhöhen Kaufempfehlung
- Aktienkurs stabilisiert sich nach anfänglichen Schwankungen
- Erfolgreiche Electron-Mission und hoher Auftragsbestand
Rocket Lab erlebt turbulente Stunden an der Börse. Ein wichtiger Belastungstest für die neue Neutron-Rakete endete am Freitag mit einem geplatzten Tank, was sofort Zweifel am ambitionierten Zeitplan des Raumfahrtunternehmens weckte. Doch statt in Panik zu verfallen, reagierte die Wall Street überraschend: Namhafte Analysten konterten die Hiobsbotschaft mit Kaufempfehlungen und verhinderten so einen Kursrutsch.
Riss im Tank sorgt für Unsicherheit
Auslöser für die anfängliche Nervosität war ein fehlgeschlagener Qualifikationstest. Wie das Unternehmen am Freitag, den 23. Januar, bekannt gab, hielt ein Tank der ersten Stufe der Neutron-Rakete einem hydrostatischen Drucktest nicht stand und riss auf. Zwar betonte Rocket Lab, dass die Testanlagen unbeschädigt blieben und der nächste Tank bereits in der Produktion sei, doch der Vorfall trifft das Unternehmen an einer empfindlichen Stelle.
Die Neutron-Rakete ist das Herzstück der künftigen Wachstumsstrategie, um im lukrativen Markt für mittlere Nutzlasten konkurrenzfähig zu werden. Der Erststart war bisher für Anfang 2026 angepeilt. Ob dieser Termin nach dem Test-Fehlschlag zu halten ist, bleibt vorerst offen. Das Management kündigte an, die Daten zu prüfen und einen aktualisierten Zeitplan erst beim nächsten Quartalsbericht vorzulegen.
Analysten stützen den Kurs
Trotz der technischen Probleme zeigten sich die großen Finanzhäuser demonstrativ optimistisch und sorgten für eine Stabilisierung des Kurses. Morgan Stanley nutzte die Gelegenheit für eine Hochstufung der Aktie auf “Overweight”. Auch die Bank of America und TD Cowen bestätigten ihre Kaufempfehlungen (“Buy”).
Diese Rückendeckung zeigte Wirkung: Die Aktie schwankte zwar stark, drehte aber nach einem anfänglichen Dämpfer ins Plus und beendete den Handel am Freitag bei 88,90 USD – ein Tagesgewinn von gut 1 Prozent. Die Experten bewerten die technischen Hürden offenbar als übliche Entwicklungsschritte in der Raumfahrtindustrie und gewichten die langfristigen Perspektiven höher als den kurzfristigen Rückschlag.
Operatives Geschäft als Anker
Das Vertrauen der Investoren stützt sich nicht nur auf Analystenstimmen, sondern auf die funktionierende Execution im bestehenden Geschäft. Erst am 22. Januar absolvierte Rocket Lab mit der bewährten Electron-Rakete erfolgreich die 80. Mission und brachte zwei Satelliten ins All. Zudem sitzt das Unternehmen auf einem Rekord-Auftragsbestand, zu dem auch ein 816-Millionen-Dollar-Vertrag mit der U.S. Space Development Agency gehört. Dieses fundamentale Polster hilft dabei, Entwicklungsrisiken bei neuen Projekten wie der Neutron abzufedern.
Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich nun auf Ende Februar 2026. Dann wird Rocket Lab im Rahmen der kommenden Quartalszahlen konkrete Details zu den finanziellen und zeitlichen Auswirkungen des Test-Fehlschlags nennen müssen.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 24. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




