Rocket Lab Aktie: Rückschlag für Neutron

Ein geplatzter Tank bei Qualifikationstests verzögert den Erststart der Neutron-Rakete. Analysten bleiben trotz des Rückschlags optimistisch und das operative Geschäft mit der Electron läuft stabil.

Die Kernpunkte:
  • Tankriss bei Neutron-Tests verschiebt Zeitplan
  • Aktie verliert nach Vorfall deutlich an Wert
  • Analysten heben Kursziele trotz Verzögerung an
  • Electron-Rakete absolviert erfolgreich 80. Mission

Ein geplatzter Tank während der Qualifikationstests setzt die Aktie von Rocket Lab USA unter Druck. Der Vorfall wirft Fragen zum Zeitplan der neuen Neutron-Rakete auf, während Analysten trotz des Fehlers optimistisch bleiben und das operative Kerngeschäft weiter liefert.

Testfehler bremst Euphorie

Am 21. Januar kam es bei einem hydrostatischen Drucktest auf dem Gelände in Maryland zu einem Riss im Tank der ersten Stufe der Neutron-Rakete. Die Aktie reagierte mit einem Kursverlust von 5,5 Prozent auf die Nachricht. Zwar blieben die Testanlagen unbeschädigt und der nächste Tank befindet sich bereits in Produktion, doch der Vorfall hat Folgen für den Zeitplan.

Die Fakten zum Neutron-Programm:
* Der geplante Erststart im ersten Quartal 2026 gilt nun als unwahrscheinlich.
* Bisherige Entwicklungskosten belaufen sich auf rund 360 Millionen US-Dollar.
* Jedes Quartal Verzögerung kostet das Unternehmen zusätzlich etwa 15 Millionen Dollar.

Analysten und operatives Geschäft stützen

Trotz der technischen Probleme bei der Neuentwicklung erhält der Titel Rückenwind von der Wall Street. Morgan Stanley stufte die Aktie vergangene Woche auf “Overweight” hoch und setzte ein Kursziel von 105 US-Dollar. Auch Goldman Sachs hob das Kursziel von 47 auf 69 US-Dollar an, behielt aber die “Neutral”-Bewertung bei.

Parallel dazu beweist das Unternehmen im etablierten Segment Stabilität. Am 22. Januar absolvierte die Electron-Rakete erfolgreich ihre 80. Mission und brachte zwei Satelliten in die Umlaufbahn. Dies folgt auf ein starkes Jahr 2025 mit 21 fehlerfreien Starts und einem Auftragsbestand von über zwei Milliarden Dollar.

Sportliche Bewertung

Die fundamentale Bewertung bleibt angesichts der technischen Risiken ambitioniert. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 47 Milliarden Dollar wird Rocket Lab zum 82-fachen des Umsatzes gehandelt. Das Unternehmen arbeitet weiterhin defizitär, wies zuletzt einen Verlust von 0,38 Dollar pro Aktie aus und verzeichnet einen negativen Free Cashflow. Analysten von BTIG rechnen für 2026 lediglich mit einem Testflug und einem kommerziellen Neutron-Start.

Entscheidung im Februar

Der Fokus richtet sich nun auf die kommenden Wochen. Im Rahmen der Ergebnisvorstellung für das vierte Quartal im Februar muss das Management einen aktualisierten Zeitplan für Neutron vorlegen. Angesichts eines Kursanstiegs von über 170 Prozent im vergangenen Jahr reagiert der Markt empfindlich auf jede Verschiebung der mittelfristigen Wachstumsziele.

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