Rocket Lab: Stifel erhöht Kursziel auf $105

Rocket Lab erlebt Kursrückgang nach ARK-Verkauf, während Analysten optimistisch bleiben und die Q1-Zahlen im Mai erwartet werden.

Die Kernpunkte:
  • ARK Invest verkauft Anteile im Wert von 9,6 Mio. Dollar
  • Aktie fällt um knapp sechs Prozent
  • Quartalszahlen am 7. Mai erwartet
  • Analysten bestätigen Kaufvotum mit erhöhtem Kursziel

ARK Invest hat am vergangenen Freitag Rocket-Lab-Anteile im Wert von 9,6 Millionen Dollar abgestoßen — und die Aktie reagierte prompt mit einem Tagesrückgang von knapp sechs Prozent. Der Schritt von Cathie Wood kommt zu einem ungemütlichen Zeitpunkt: Die Aktie hatte sich gerade von einem starken Lauf erholt, und am 7. Mai stehen die Quartalszahlen an.

ARKs Umschichtung dürfte weniger ein Misstrauensvotum gegen Rocket Lab sein als eine Rotation in neue Themen. Wood kaufte zeitgleich massiv Amazon-Aktien auf und stieg bei X-Energy ein, einem Kernkraft-Startup, das am Freitag sein Börsendebüt feierte. Kapital wandert zu neuen Überzeugungen — nicht unbedingt weg von alten.

Starker Lauf, scharfe Korrektur

Die Aktie war zuvor in sieben der letzten zehn Handelstage gestiegen und hatte innerhalb von zwei Wochen rund 17 Prozent zugelegt. Der Rücksetzer auf knapp 80 Dollar bringt sie nun etwa 20 Prozent unter ihr Jahreshoch von 99,58 Dollar.

Ein strukturelles Problem belastet die Stimmung zusätzlich: Ein Riss im Treibstofftank hat die Erstmission der Neutron-Rakete auf Ende 2026 verschoben. Der Zwischenfall wurde vor dem Start entdeckt, schiebt größere Aufträge aber um mehrere Quartale nach hinten — und war ein wesentlicher Grund für den Kursrückgang seit Januar.

Wall Street bleibt optimistisch

Die Analysten lassen sich davon nicht beirren. Stifel bekräftigte am 20. April sein Kaufvotum und hob das Kursziel von 90 auf 105 Dollar an. Begründung: Rocket Lab sei der führende reine Raumfahrtwert mit konstantem Umsatzwachstum und wachsendem Auftragsbestand. Der Mediankurs von 23 Wall-Street-Analysten liegt bei 88,88 Dollar, das Gesamturteil lautet „Strong Buy“.

Die Fundamentaldaten stützen diese Einschätzung. Der Umsatz der vergangenen zwölf Monate belief sich auf 601,8 Millionen Dollar — ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Jahr erwarten Analysten ein Wachstum von rund 40 Prozent.

Q1-Zahlen als erster Test nach Mynaric-Übernahme

Am 7. Mai nach US-Börsenschluss legt Rocket Lab seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Der Konsens erwartet einen Umsatz von 191,4 Millionen Dollar — ein Anstieg von 56 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Beim Ergebnis je Aktie wird ein Verlust von vier Cent prognostiziert, was gegenüber dem Vorjahr einer deutlichen Verbesserung entspräche.

Es ist der erste Bericht seit dem Abschluss der Mynaric-Übernahme. Das Unternehmen bringt Laser-Kommunikationsterminals ins Haus und stärkt Rocket Labs Position in einem 1,3-Milliarden-Dollar-Vertrag der Space Development Agency für 36 Satelliten. Operativ läuft das Geschäft derweil rund: Am 23. April absolvierte Rocket Lab seinen 87. Start insgesamt — die zweite Dedicated-Mission für die japanische Raumfahrtbehörde JAXA in Folge, mit acht Satelliten an Bord.

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