Rocket Lab: Synspective-Satellit erfolgreich gestartet
Nach einem Monatsverlust von über 42 Prozent legt die Aktie von Rocket Lab wieder zu. Ein erfolgreicher Start und die Nasdaq-100-Aufnahme stützen den Kurs.

- Kursplus von 6,5 Prozent am Freitag
- 91. Electron-Raketenstart geglückt
- Neuer NASA-Auftrag für 2027
- 200-Tage-Linie als wichtige Unterstützung
Operativ läuft bei Rocket Lab alles nach Plan. An der Börse erlebten Aktionäre zuletzt einen brutalen Absturz. Innerhalb eines Monats verlor das Papier über 42 Prozent an Wert. Am Freitag meldeten sich die Käufer mit einem Plus von 6,51 Prozent zurück.
Zehnter Start in Folge geglückt
Der jüngste Kurssprung stützt sich auf handfeste Erfolge. In der Nacht zum Samstag brachte das Unternehmen einen weiteren Satelliten für den japanischen Partner Synspective ins All. Es war der 91. Flug der Electron-Rakete. Die Erfolgsquote für diesen Kunden liegt bei makellosen 100 Prozent.
Rocket Lab hat noch 17 weitere Missionen für die Japaner im Auftragsbuch. Parallel dazu sicherte sich der Konzern einen neuen NASA-Auftrag. Drei Raketen sollen Anfang 2027 wissenschaftliche Missionen in den Orbit befördern.
Rotation drückt den Kurs
Der massive Kursrutsch der vergangenen Wochen hat branchenweite Gründe. Investoren schichten derzeit massiv Kapital aus dem Raumfahrtsektor um. Nach dem Rekordhoch von 151 US-Dollar Ende Mai nahmen viele Anleger ihre Gewinne mit.
Dabei ignorierte der Markt sogar einen wichtigen Meilenstein. Seit Montag notiert Rocket Lab offiziell im Nasdaq-100. Das Unternehmen gehört damit zu den hundert größten Nicht-Finanzkonzernen der Technologiebörse. Normalerweise lockt ein solcher Aufstieg frisches Kapital von Indexfonds an. Obendrein kaufte der Konzern kürzlich den Robotik-Spezialisten Motiv Space Systems.
Wichtige Unterstützung hält
Charttechnisch war die Gegenbewegung am Freitag überfällig. Mit einem Schlusskurs von 85,94 US-Dollar näherte sich das Papier gefährlich der 200-Tage-Linie. Dieser Durchschnitt verläuft aktuell bei rund 76 US-Dollar. Er dient historisch als starker Boden.
Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 38,2 eine überverkaufte Situation. Die Volatilität bleibt extrem hoch. Langfristig orientierte Anleger blicken auf eine solide Bilanz. Auf Sicht von zwölf Monaten steht immer noch ein Plus von fast 138 Prozent auf der Anzeigetafel.
Die Marke von 76 US-Dollar bildet nun die entscheidende Verteidigungslinie. Hält dieses Level in der kommenden Handelswoche, rückt die 100-Tage-Linie bei knapp 88 US-Dollar als erstes Erholungsziel in den Fokus.
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