Rocket Lab USA Aktie: Erfolgsversprechende Wende!

Rocket Lab meldet Rekordumsatz und starken Auftragsbestand, doch ein technischer Defekt verschiebt den Erststart der Neutron-Rakete auf das vierte Quartal 2026.

Die Kernpunkte:
  • Rekordjahr mit 38 Prozent Umsatzwachstum
  • Neutron-Start verschoben nach Tankdefekt
  • Siebter erfolgreicher HASTE-Start für US-Verteidigung
  • Auftragsbestand steigt auf 1,85 Milliarden Dollar

Rocket Lab lieferte innerhalb von nur 48 Stunden einen Rekord-Quartalsbericht, startete seine siebte hyperschallschnelle HASTE-Mission und gab mehrere Übernahmen bekannt. Doch ein technischer Rückschlag beim Neutron-Programm überschattet die sonst beeindruckende Bilanz.

Rekordzahlen untermauern Wachstumskurs

Das Unternehmen meldete für 2025 ein Rekordjahr mit 602 Millionen Dollar Umsatz – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das vierte Quartal allein steuerte 180 Millionen Dollar bei. Die Bruttomarge erreichte im vierten Quartal 38 Prozent nach GAAP-Standard, bereinigt sogar 44 Prozent.

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Rocket Lab schloss das Geschäftsjahr mit 21 erfolgreichen Raketenstarts ab, sieben davon allein im vierten Quartal. Der Auftragsbestand kletterte um 73 Prozent auf 1,85 Milliarden Dollar. Ende Februar 2026 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 1,1 Milliarden Dollar.

Für das erste Quartal 2026 stellte das Management Erlöse zwischen 185 und 200 Millionen Dollar in Aussicht. Gleichzeitig warnte es vor weiterhin negativem freien Cashflow aufgrund hoher Investitionen in das Neutron-Programm und Verteidigungsaufträge.

Neutron-Verzögerung belastet Zeitplan

Die starken Finanzkennzahlen wurden von einer Hiobsbotschaft begleitet, die an den Märkten für Unruhe sorgte. Ein defekter Treibstofftank ließ im Januar während der Tests bersten – die Ursache: ein Fertigungsfehler bei einem handgefertigten Bauteil eines Zulieferers.

Der Erststart der Neutron-Rakete verschiebt sich dadurch vom ersten auf das vierte Quartal 2026. Die Produktion wurde inzwischen auf ein AFP-Verfahren umgestellt, doch die Verzögerung verlängert sowohl den Entwicklungszyklus als auch die Phase erhöhter Kapitalausgaben.

KeyBanc bestätigte nach der Nachricht seine Sector-Weight-Einstufung und passte seine Schätzungen an die verschobene Neutron-Timeline an. Die Analysten bezeichneten Rocket Lab zwar als eines der qualitativ hochwertigsten Unternehmen im Raumfahrtsektor, sehen das Risiko-Rendite-Profil kurz- bis mittelfristig aber ausgewogen.

Jedes Finanzmodell, das mit Neutron-Umsätzen rechnet, muss nun nach rechts verschoben werden – ein Faktor, der die Bewertung direkt beeinflusst.

Siebter HASTE-Start makellos

Parallel zum Earnings Release absolvierte Rocket Lab am 27. Februar einen weiteren Meilenstein in seinem Verteidigungsportfolio. Vom Launch Complex 2 auf Wallops Island, Virginia, hob die jüngste HASTE-Rakete für die Defense Innovation Unit des US-Verteidigungsministeriums ab – bereits die zweite erfolgreiche Hyperschall-Testmission für die DIU innerhalb von drei Monaten.

An Bord: DART AE, ein Scramjet-Flugzeug des australischen Herstellers Hypersonix, das mehrfache Schallgeschwindigkeit erreichte. Der Start markierte die siebte HASTE-Mission und den 82. Gesamtstart von Rocket Lab – mit einer makellosen Erfolgsquote von 100 Prozent im HASTE-Programm.

Übernahmen stärken Fertigungstiefe

Begleitend zum Quartalsbericht gab Rocket Lab eine Reihe strategischer Akquisitionen bekannt, die auf vertikale Integration abzielen. Nach der Übernahme von GEOST im Jahr 2025, die den Einstieg ins Payload-Geschäft markierte, folgte Anfang 2026 die Akquisition von Optical Support Inc., die das Angebot an optischen Systemen erweitert.

Mit dem Kauf von Precision Components Limited baute das Unternehmen zudem seine Fertigungskapazitäten für Komponenten aus – sowohl für Trägerraketen als auch für Raumfahrtsysteme. Die Nachfrage nach dedizierten Electron-Starts bleibt hoch, getrieben von kommerziellen, zivilen und militärischen Kunden.

Verteidigungsaufträge sichern Umsatzvisibilität

Den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte sicherte sich Rocket Lab von der Space Development Agency: 816 Millionen Dollar für den Bau einer Konstellation aus 18 Satelliten mit fortschrittlichen Sensoren zur Raketenwarnung, -verfolgung und -abwehr.

Damit belaufen sich die SDA-Aufträge insgesamt auf über 1,3 Milliarden Dollar. Das Management sieht weitere Chancen bei Subsystemen, wobei jüngste Zukäufe wie GEOST als entscheidend für den Zuschlag genannt wurden.

Analystenstimmen gehen auseinander

Cantor Fitzgerald bestätigte sein Overweight-Rating und hob das Kursziel von 72 auf 85 Dollar an. Analyst Andres Sheppard verwies auf die Rekordumsätze, 21 erfolgreiche Starts und einen Auftragsbestand, der sich gegenüber dem Vorquartal nahezu verdoppelt habe.

Craig-Hallum erhöhte sein Kursziel auf 68 Dollar, warnte aber vor möglichen Abwärtskorrekturen bei der Profitabilität. Needham senkte hingegen seine Umsatzprognose für 2026 aufgrund der Neutron-Verschiebung und reduzierte das Kursziel, während die EBITDA-Schätzung weitgehend unverändert blieb.

Starkes Fundament, eine kritische Variable

Rocket Lab startet ins Jahr 2026 mit Rekordauftragslage, wachsendem Verteidigungsgeschäft und bewährter Startfrequenz. Die fundamentalen Kennzahlen – Umsatzwachstum, Margenexpansion, Backlog – sprechen für sich.

Doch der Neutron-Zeitplan bleibt die entscheidende Variable für die langfristige Marktexpansion. Die Aktie schwankte im vergangenen Jahr zwischen 14,71 und 99,58 Dollar – ein Beleg für die Volatilität im Raumfahrtsektor. Weitere Verzögerungen bei Neutron könnten den Kurs unter Druck setzen. Anleger werden die nächsten Quartale genau verfolgen, ob das vierte Quartal 2026 als neuer Startzeitpunkt hält.

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