Rocket Lab USA Aktie: Rückschlag im Testlabor
Ein struktureller Defekt während eines Belastungstests der Neutron-Rakete führt zu Kursverlusten und wirft Fragen zum Zeitplan auf, während das Management den Vorfall als typisch für die Entwicklungsphase einstuft.

- Riss im Tank bei kritischem Drucktest
- Aktie verliert vorbörslich deutlich an Wert
- Management relativiert Bedeutung des Vorfalls
- Quartalszahlen im Februar als nächste Wegmarke
Nach einer beeindruckenden Rally zu Jahresbeginn müssen Anleger von Rocket Lab USA einen Dämpfer verkraften. Ein strukturelles Versagen während eines kritischen Belastungstests der neuen Neutron-Rakete sorgt für Verunsicherung am Markt. Während das Management beschwichtigt und auf die Natur solcher Entwicklungsphasen verweist, stellt sich die zentrale Frage: Gefährdet dieser Vorfall den ambitionierten Zeitplan für den geplanten Start im Jahr 2026?
Der Vorfall und die Folgen
Verantwortlich für den vorbörslichen Kursrutsch am heutigen Donnerstag ist ein Zwischenfall im Neutron-Programm. In der Nacht zum 22. Januar bestätigte das Unternehmen einen Riss im Tank der ersten Stufe. Dieser trat während eines hydrostatischen Drucktests auf – einem Verfahren, das bewusst darauf ausgelegt ist, Komponenten an ihre absoluten Belastungsgrenzen zu bringen, um Sicherheitsreserven vor dem tatsächlichen Flug zu validieren.
Das Management ordnet das Ereignis nüchtern ein: Solche Fehlschläge seien in Qualifizierungsphasen “nicht ungewöhnlich”. Positiv wird vermerkt, dass die Testanlage selbst unbeschädigt blieb und der nächste Tank für die Qualifizierung bereits in der Produktion ist. Dennoch reagiert der Markt sensibel, da die Neutron-Rakete der wichtigste Wachstumstreiber für die Zukunft des Unternehmens ist.
Bewertung und Marktreaktion
Der Zeitpunkt des Rückschlags ist ungünstig, da er direkt auf eine Welle optimistischer Analystenkommentare trifft. Erst vor wenigen Tagen hatten große Finanzinstitute ihre Kursziele massiv angehoben, basierend auf der Erwartung einer reibungslosen Entwicklung:
- Bank of America: Hob das Kursziel am 20. Januar auf 120 USD an.
- Morgan Stanley: Setzte das Ziel am 16. Januar auf 105 USD.
Investoren müssen nun abwägen, ob diese Bewertungen angesichts der physischen Realität der Entwicklungsrisiken Bestand haben. Die Aktie, die zuletzt einen starken Lauf hatte und technisch mit einem RSI von über 85 als überhitzt galt, verlor vorbörslich rund 4,5 Prozent an Wert und testet wichtige Unterstützungszonen.
Insider-Verkäufe im Kontext
Für zusätzliche Diskussionen sorgten zuletzt umfangreiche Aktienverkäufe durch CEO Peter Beck im Wert von rund 269 Millionen Dollar. Hier ist jedoch eine differenzierte Betrachtung notwendig: Diese Transaktionen erfolgten nicht als Reaktion auf technische Probleme oder den aktuellen Kursgipfel. Sie basieren auf einem automatisierten Handelsplan (Rule 10b5-1), der bereits im Juni 2025 – also Monate im Voraus – festgelegt wurde. Ein direkter Zusammenhang zwischen den Insider-Verkäufen und dem aktuellen Test-Fehlschlag besteht somit nicht.
Wichtige Kennzahlen im Überblick
- Kursreaktion: Die Aktie gab im erweiterten Handel auf rund 83,90 USD nach.
- Wachstum: Der Umsatz im dritten Quartal 2025 stieg um 48 Prozent auf 155,1 Millionen USD.
- Volatilität: Mit einer annualisierten Volatilität von fast 88 Prozent bleibt der Titel schwankungsanfällig.
Ausblick: Warten auf Februar
Der Fokus der Anleger richtet sich nun vollständig auf die Quartalszahlen im Februar 2026. Dieser Termin wird zur entscheidenden Wegmarke, um das Ausmaß der Verzögerung einzuschätzen. Bis das Management einen konkreten, aktualisierten Zeitplan für den Neutron-Start vorlegt, dürfte die Unsicherheit die Kursentwicklung dominieren.
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