Rohöl WTI: 72,50 Dollar nach Eskalation

US-Angriffe auf iranische Ziele treiben den Rohölpreis auf 72,50 Dollar. Neue Sanktionen verschärfen die Krise im Nahen Osten.

Die Kernpunkte:
  • Rohöl WTI legt über drei Prozent zu
  • US-Militär greift über 80 Ziele an
  • Iranische Vergeltungsschläge auf Bahrain und Kuwait
  • Sanktionen gegen iranische Ölexporte vollständig aktiv

Die Spannungen im Nahen Osten eskalieren. Als Reaktion auf Angriffe auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus hat das US-Militär groß angelegte Operationen gegen den Iran gestartet. Der Preis für Rohöl WTI legte daraufhin am 8. Juli 2026 um über drei Prozent zu und notierte zeitweise bei rund 72,50 US-Dollar.

Militärschläge erschüttern die Region

Auslöser waren Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus. Darunter ein katarischer Flüssiggastanker und ein saudischer Rohöltanker. Washington reagierte prompt: Das US-Militär griff über 80 Ziele im Iran an, darunter Luftabwehrsysteme und Schiffsabwehrraketen.

Der Iran schlug zurück. Berichten zufolge trafen Raketen Einrichtungen in Bahrain und Kuwait. Die NATO verteidigte die US-Angriffe als notwendigen Schutz der Schifffahrt. Teheran droht derweil mit weiterer Vergeltung. Der Markt fürchtet eine langanhaltende Blockade der Öltransporte.

Sanktionen zurück im Vollzug

Das US-Finanzministerium zog zusätzlich eine erst kürzlich erteilte Ausnahmegenehmigung für iranische Ölverkäufe zurück. Die Sanktionen gegen iranische Ölexporte sind damit wieder in vollem Umfang aktiv. Das Ziel: Der finanzielle Spielraum Teherans soll weiter schrumpfen.

Die Eskalation kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die US-Energiebehörde EIA war zuvor von einer allmählichen Normalisierung der Schifffahrtsströme durch die Meerenge ausgegangen. Dieses Szenario ist nun Makulatur.

Was nun?

Für die weitere Preisentwicklung kommt es darauf an, ob diplomatische Kanäle offen bleiben oder die Gewaltspirale den Seeverkehr im Persischen Golf nachhaltig stört. Die Risikoprämie im Ölpreis ist bereits jetzt deutlich gestiegen. Eine schnelle Entspannung zeichnet sich nicht ab.

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