Rolls-Royce: 115% der Vorkrisen-Flugstunden erreicht
Rolls-Royce hält an Jahreszielen fest und meldet steigende Flugstunden sowie Rekordaufträge in der Power-Systems-Sparte.

- Aktie legt um fünf Prozent zu
- Flugstunden über Vor-Corona-Niveau
- Power Systems mit Auftragsplus von 50%
- Aktienrückkaufprogramm schreitet voran
Sorge vor sinkenden Flugstunden, Erleichterung bei den Zahlen. Bei Rolls-Royce weicht die Skepsis der Investoren. Der Triebwerksbauer trotzt den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Die Aktie springt heute um knapp fünf Prozent auf 13,63 Euro. Damit nähert sich das Papier wieder der 50-Tage-Linie an. Auf Jahressicht steht ein sattes Plus von 54 Prozent.
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Zivile Luftfahrt auf Erholungskurs
Im Vorfeld fürchteten Anleger einen Einbruch der Flugstunden durch den Nahost-Konflikt. Das Management gab nun Entwarnung. Die Flugstunden der großen Triebwerke erreichten im ersten Quartal 115 Prozent des Niveaus von 2019. Bei Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten hat sich die Auslastung der Trent-XWB-Triebwerke sogar vollständig erholt.
Die Zahl der am Boden gebliebenen Flugzeuge fiel bis Ende April auf einen einstelligen Wert. Das ist ein Spitzenwert in der Branche. Das Ziel: In der zweiten Jahreshälfte will Rolls-Royce diesen Wert auf null drücken.
Parallel dazu sichert sich der Konzern lukrative Neuaufträge. Atlas Worldwide bestellte 40 Trent-XWB-97-Triebwerke. Delta Air Lines orderte insgesamt 62 Antriebe verschiedener Baureihen.
Rekordaufträge und Aktienrückkäufe
Nicht nur die zivile Luftfahrt liefert ab. Die Sparte Power Systems verzeichnete im ersten Quartal einen massiven Nachfrageschub. Der Auftragseingang stieg im Jahresvergleich um 50 Prozent. Treiber sind hier Rechenzentren und Regierungsaufträge.
Die vollen Kassen stärken die Bilanz. Von der laufenden Tranche des Aktienrückkaufprogramms über 2,5 Milliarden Pfund hat Rolls-Royce bereits mehr als 750 Millionen Pfund umgesetzt. Ratingagenturen honorieren diese Entwicklung. Fitch und Moody’s hoben die Bonitätsnote im März jeweils um zwei Stufen an.
Das Management hält an seinen ehrgeizigen Zielen fest. Für das laufende Jahr rechnet Rolls-Royce weiterhin mit einem operativen Gewinn von bis zu 4,2 Milliarden Pfund. Der freie Cashflow soll die Marke von 3,8 Milliarden Pfund erreichen. Am 30. Juli wird der Konzern die Halbjahreszahlen vorlegen.
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