Rolls-Royce Aktie: 188 Millionen Wasserstoff-Projekt mit Airbus

Rolls-Royce verzeichnet Gewinnsprung auf 3,5 Mrd. Pfund und kündigt milliardenschwere Aktienrückkäufe bis 2028 an.

Die Kernpunkte:
  • Operativer Gewinn steigt um 38 Prozent
  • Beteiligung an Wasserstoff-Forschungsprojekt
  • Aktienrückkäufe von bis zu 9 Mrd. Pfund
  • KI-Boom treibt Power-Systems-Sparte an

Das operative Ergebnis kletterte um 38 Prozent, der freie Cashflow liegt bei 3,3 Milliarden Pfund – und dennoch notiert die Aktie rund elf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Der Triebwerkhersteller bekommt Gegenwind vom Markt, während die fundamentale Entwicklung nach oben zeigt. Mit 14,10 Euro notiert das Papier am Donnerstag marginal schwächer.

Großprojekt auf der Insel

Der jüngste Kurstreiber kommt aus der Wasserstoff-Forschung. Rolls-Royce beteiligt sich zusammen mit Airbus und easyJet an einem 188 Millionen Pfund schweren Projekt zum Wasserstoff-Antrieb. Die britische Regierung steuert 43 Millionen Pfund bei. Es ist ein strategisches Bekenntnis zur Luftfahrt von morgen – fern der Verbrenner-Vergangenheit.

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Gewinnsprung und milliardenschwerer Rückkauf

Die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 geben dem Management recht. Der operative Gewinn stieg auf 3,5 Milliarden Pfund – ein Plus von 38 Prozent. Der freie Cashflow erreichte 3,3 Milliarden, die Nettoliquidität lag zum Jahresende bei 1,9 Milliarden Pfund.

Das Kapital wird nun an die Aktionäre zurückgegeben. Für den Zeitraum 2026 bis 2028 plant Rolls-Royce Aktienrückkäufe zwischen sieben und neun Milliarden Pfund. Allein 2025 fließen 2,5 Milliarden in den Rückkauf. Die Dividende von 9,5 Pence je Aktie entspricht einer Ausschüttungsquote von 32 Prozent – großzügig, aber nicht überzogen.

Datenzentren als Wachstumsmotor

Die Power-Systems-Sparte profitiert zudem vom KI-Boom. Der steigende Strombedarf von Rechenzentren beschert dem Segment eine zusätzliche Nachfragedynamik. Im zivilen Luftfahrtsegment rechnet Rolls-Royce mit einem Margenwachstum von 16 Prozent.

Für das laufende Jahr erwartet das Management einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund. Das mittelfristige Ziel bis 2028 liegt bei bis zu 5,2 Milliarden Pfund und einer operativen Marge zwischen 18 und 20 Prozent.

Analysten bleiben positiv gestimmt. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei umgerechnet rund 1.411 Pence – rund 15 Prozent über dem aktuellen Niveau. Der RSI von 58,5 signalisiert indes noch Luft nach oben, bevor die Aktie als überkauft gelten würde. Der nächste operative Zwischenbericht folgt Ende Juli.

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