Rolls-Royce Aktie: 300 Millionen für britische Werke
Der Triebwerkshersteller stärkt Fertigung und Entwicklung in Großbritannien und kaufte im September knapp zwei Millionen eigene Aktien zurück.

- Mehr als 140 Millionen Pfund für Derby
- Bristol erhält über 90 Millionen Pfund
- ELEVATED-Projekt unter Rolls-Royce-Leitung
- Knapp zwei Millionen Aktien zurückgekauft
Rolls-Royce nimmt 300 Millionen Pfund für den Ausbau seiner britischen Fertigungs- und Entwicklungsstandorte in die Hand. Der Triebwerksbauer reagiert damit auf die steigende Nachfrage in den Geschäftsfeldern Civil Aerospace und Defence. An der Börse verbucht das Papier heute ein leichtes Plus von 0,4 Prozent auf 17,43 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursgewinn bereits auf 32 Prozent.
Millionen für Fertigung und Entwicklung
Der Schwerpunkt des Investitionspakets liegt auf den traditionellen Kernstandorten in Großbritannien. In Derby fließen mehr als 140 Millionen Pfund in die Modernisierung der Anlagen. Für das Werk in Bristol stellt das Unternehmen über 90 Millionen Pfund bereit. Mit diesen Mitteln sollen vor allem die Produktionskapazitäten für zivile Großtriebwerke sowie militärische Antriebssysteme gestärkt werden.
Auch kleinere Produktionsstätten profitieren von dem Programm. Für den schottischen Standort Inchinnan sind 43 Millionen Pfund vorgesehen, während der Standort Ansty 5 Millionen Pfund erhält. Im Werk Rotherham plant der Konzern Investitionen in Höhe von 19 Millionen Pfund.
Dieser Betrag wird durch zusätzliche 2 Millionen Pfund der South Yorkshire Mayoral Combined Authority ergänzt. Ziel dort ist es, die Produktion fortschrittlicher Turbinenschaufeln bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln.
Strategische Initiativen und Aktienrückkäufe
Parallel zu den Werkserweiterungen treibt das Unternehmen technologische Innovationsprojekte voran. Im europäischen Forschungsprogramm Clean Aviation übernimmt Rolls-Royce die Leitung des Projekts ELEVATED. Das Vorhaben zielt auf die Demonstration eines hybrid-elektrischen Gasturbinen-Antriebssystems ab. Die Vorhaben dieser Förderrunde erhalten insgesamt bis zu 290 Millionen Euro an EU-Mitteln.
Gleichzeitig verzeichnet der Konzern Fortschritte bei bestehenden Rüstungsprogrammen. Für die Erprobung von Triebwerken und Radartechnologie passt die U.S. Air Force zwei B-52-Flugzeuge für parallele Tests an, bei denen Rolls-Royce mit dem F130-Triebwerk vertreten ist.
Anleger profitieren zudem von laufenden Kapitalmaßnahmen. Im Rahmen des bestehenden Rückkaufprogramms über 2,3 Milliarden Pfund erwarb das Unternehmen zwischen dem 15. und 21. September knapp zwei Millionen eigene Stammaktien. Rolls-Royce kündigte an, diese Papiere vollständig einzuziehen, was die Zahl der umlaufenden Anteile weiter verringert.
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