Rolls-Royce Aktie: 41% Gewinnplus 2025 bestätigt
Rolls-Royce bestätigt Gewinnprognose für 2026 und treibt Aktienrückkäufe voran. Analysten sehen Potenzial trotz Lieferketten-Herausforderungen.

- Operativer Gewinn von bis zu 4,2 Milliarden Pfund
- Flugstunden der Triebwerke über Vorkrisenniveau
- Aktienrückkaufprogramm im Wert von neun Milliarden
- Analysten uneins über weiteres Kurspotenzial
Rolls-Royce hält an seinem ehrgeizigen Kurs für das Jahr 2026 fest. Der britische Triebwerksbauer profitiert von der robusten Erholung im zivilen Luftverkehr und einem prall gefüllten Auftragsbuch. Während die Branche mit Lieferverzögerungen kämpft, setzt das Management auf operative Stabilität und hohe Rückzahlungen an die Aktionäre.
Finanzziele und operative Stärke
Der Konzern bestätigte seine Prognose für das Jahr 2026. Ein operativer Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund bleibt das erklärte Ziel. Dies folgt auf ein starkes Geschäftsjahr 2025, in dem der operative Gewinn um 41 Prozent zulegte.
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Im ersten Quartal stiegen die Flugstunden der großen Triebwerke um fünf Prozent. Damit erreichten sie 115 Prozent des Niveaus von 2019. Parallel dazu treibt Rolls-Royce sein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran, von dem bereits über 750 Millionen Pfund umgesetzt wurden. Bis 2028 sollen insgesamt bis zu neun Milliarden Pfund an die Anleger zurückfließen.
Herausforderungen in der Lieferkette
Nicht alles läuft reibungslos: Lieferketten-Probleme bei Airbus verzögern die Auslieferung der A350-1000ULR für Qantas bis April 2027. Davon unberührt zeigt sich die Sparte Power Systems. Hier sorgt unter anderem die Nachfrage nach kleinen modularen Reaktoren für einen Auftragsbestand von über sieben Milliarden Pfund.
An der Börse spiegelt sich der Optimismus wider: Die Aktie legte auf Zwölfmonatssicht um gut 41 Prozent zu. Mit einem aktuellen Kurs von 14,56 Euro notiert das Papier deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit einem Wert von knapp 73 allerdings eine kurzfristige Überhitzung.
Analysten sehen weiteres Potenzial
Die Investmentbank Jefferies bleibt optimistisch und gibt ein Kursziel von 1.530 Pence aus. JP Morgan schließt sich dieser Einschätzung mit einem Ziel von 1.500 Pence an. Vorsichtiger agiert Berenberg: Die Analysten stufen den Titel bei einem Ziel von 1.270 Pence mit „Hold“ ein.
Die nächsten wichtigen Impulse liefert der Konzern Ende Juli mit der Vorlage der Halbjahreszahlen. Bis dahin wird der Markt genau beobachten, ob Rolls-Royce die ehrgeizigen Mittelfristziele trotz der globalen Lieferketten-Problematik halten kann.
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