Rolls-Royce Aktie: Analysten sehen Potenzial

Rolls-Royce profitiert von Rüstungsaufträgen und einem Boom bei Rechenzentren, was Analysten zu höheren Kurszielen veranlasst. Die Bewertung wird jedoch als sportlich eingestuft.

Die Kernpunkte:
  • Jahresperformance von über 123 Prozent
  • Rüstungsgeschäft und Rechenzentren als Wachstumsmotoren
  • UBS hebt Kursziel deutlich an
  • Bilanzwende mit Nettoliquidität erreicht

Die Aktie von Rolls-Royce hat auf Jahressicht eine beeindruckende Performance von über 123 Prozent hingelegt. Nach einer erfolgreichen Bilanzsanierung treiben nun Rüstungsaufträge und das Geschäft mit Rechenzentren die Fantasie an. Doch angesichts der inzwischen sportlichen Bewertung stellen sich Marktteilnehmer die Frage: Rechtfertigen die Wachstumsaussichten das aktuelle Kursniveau?

Rüstung und Daten als Turbo

Ein wesentlicher Motor der langfristigen Aufwärtsbewegung ist die angespannte geopolitische Lage, die Rüstungsaktien europaweit stützt. Besonders die Sparte Power Systems profitiert hierbei, da staatliche Investitionen in diesem Bereich oft schneller greifen als bei langfristigen Großprojekten.

Ein überraschender Wachstumstreiber ist zudem das Geschäft mit Rechenzentren. Hier verzeichnete das Unternehmen einen Auftragseingang, der im Jahresvergleich um 85 Prozent zulegte. Auch strategische Erfolge wie die Zusammenarbeit mit der britischen Royal Navy im U-Boot-Programm stützen die positive Stimmung.

UBS schraubt Erwartungen nach oben

Diese Dynamik ruft Analysten auf den Plan. Die Schweizer Großbank UBS hat ihr Kursziel für den Triebwerksbauer deutlich angehoben und verweist auf das unterschätzte Potenzial bei der Stromerzeugung. Die Experten prognostizieren bis 2028 ein Umsatzwachstum von 26 Prozent in diesem Segment und halten eine Gewinnsteigerung der Sparte Power Systems um bis zu 60 Prozent für möglich, getrieben durch den KI-Boom und den Energiehunger von Rechenzentren.

Bilanzwende und Bewertung

Fundamental untermauert wird der Optimismus durch die massive Bilanzverbesserung. Während Rolls-Royce vor drei Jahren noch unter einem Schuldenberg von rund 5,2 Milliarden Pfund ächzte, weist der Konzern nun eine Nettoliquidität von über einer Milliarde Pfund aus. Das laufende Aktienrückkaufprogramm über 200 Millionen Pfund unterstreicht das zurückgewonnene Selbstvertrauen des Managements.

Allerdings hat der Erfolg seinen Preis. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 36 bewegt sich die Bewertung auf einem Niveau, das deutlich über dem vieler Branchenkollegen aus der Luft- und Raumfahrt liegt. Analysten von Morningstar sehen den fairen Wert daher auch unter den aktuellen Notierungen.

Anleger blicken nun gespannt auf den 26. Februar 2026. Dann wird das Unternehmen seine Jahreszahlen vorlegen und Details zum weiteren Umfang der Aktienrückkäufe bekannt geben – entscheidende Datenpunkte, um die hohe Bewertung zu untermauern.

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