Rolls-Royce Aktie: Berenberg hebt Kursziel auf 1.430 Pence
Berenberg stuft Rolls-Royce auf Kaufen hoch und hebt Kursziel an. Starke Triebwerksauslastung und optimistische Cashflow-Prognose stützen die Aktie.

- Berenberg stuft auf Kaufen hoch
- Kursziel auf 1.430 Pence angehoben
- Fünf Prozent mehr Flugstunden im Jahr 2026
- Free-Cashflow-Prognose auf 3,77 Milliarden Pfund erhöht
Die Aktie von Rolls-Royce beendete die Handelswoche mit einem deutlichen Plus. Ausschlaggebend war eine frische Analystenbewertung, die Zuversicht für das zivile Luftfahrtgeschäft verbreitet. Am Freitag legte der Titel um 2,29 Prozent auf 15,03 Euro zu. Auf Wochensicht summiert sich das Plus auf 4,26 Prozent.
Berenberg hebt Kursziel deutlich an
Die Investmentbank Berenberg stufte die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch. Das neue Kursziel liegt bei 1.430 Pence, zuvor waren es 1.270 Pence gewesen. Begründung: die starke Auslastung der zivilen Triebwerksflotte.
Laut Berenberg stiegen die Flugstunden der Rolls-Royce-Triebwerke in den ersten fünf Monaten 2026 um fünf Prozent im Jahresvergleich. Damit liegt der Konzern vor der Konkurrenz. 93 Prozent der Flotte entfallen auf Widebody-Maschinen – genau jene Großraumjets, die vom weltweit steigenden Flugverkehr besonders profitieren.
Im Fokus der Anleger steht derzeit die Frage: Wie gut kann Rolls-Royce diese Flugstunden in Barmittel umwandeln?
Berenberg hob die Prognose für den Free Cashflow 2026 um drei Prozent auf 3,77 Milliarden Pfund an. Das liegt in der Mitte der offiziellen Konzernzielspanne von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Auch das operative Gewinnziel für 2026 bleibt mit 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund bestehen.
Im Juli folgen die Halbjahreszahlen. Dann zeigt sich, ob der Konzern auf Kurs liegt.
Rückenwind vom Gesamtmarkt
Die positive Woche für Rolls-Royce fiel mit einer Erholung des FTSE 100 zusammen. Der britische Leitindex legte um 1,6 Prozent zu, angetrieben von nachlassenden geopolitischen Spannungen.
Dass die Aktie deutlich zulegen konnte, hat aber nicht nur mit dem Marktumfeld zu tun. Eine aktuelle Pflichtmitteilung zeigte: Ein Vorstandsmitglied kaufte über einen Dividenden-Reinvestitionsplan Aktien hinzu. Für viele Privatanleger ein Zeichen des Vertrauens aus der Chefetage.
Die Aktie notiert derzeit 47 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief aus dem Juni 2025. Vom Hoch bei 16,34 Euro aus Februar 2026 trennen sie noch acht Prozent. Mitte Juni plant der Konzern einen Power-Systems-Tag, der tiefere Einblicke in das diversifizierte Portfolio geben soll.
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