Rolls-Royce Aktie: Derby-Offensive!

Der Konzern kündigte Investitionen für Luftfahrt und Verteidigung an und kaufte Ende September weitere eigene Aktien zurück.

Die Kernpunkte:
  • 300 Millionen Pfund Investitionen angekündigt
  • Mehr als 140 Millionen für Derby
  • Rückkauf von 3.489.259 Aktien gemeldet
  • Aktie seit Jahresbeginn 32 Prozent höher

Der britische Triebwerks- und Industriekonzern Rolls-Royce stellt die Weichen für weiteres Wachstum in seinen Kernsparten. Das Unternehmen hat ein umfassendes Investitionspaket in Höhe von 300 Millionen Pfund für seine Fertigungs- und Entwicklungsstandorte im Vereinigten Königreich angekündigt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Kapazitäten für die zivile Luftfahrt sowie den Verteidigungsbereich auszubauen.

An der Börse notiert das Papier des Konzerns derzeit nahe seinen Jahreshöchstständen. Mit einem Schlusskurs von 17,43 Euro am vergangenen Freitag liegt der Wert rund 5,6 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Plus von 32 Prozent.

Ausbau der Luftfahrt- und Rüstungskapazitäten

Die angekündigten Mittel in Höhe von 300 Millionen Pfund verteilen sich auf mehrere strategische Entwicklungs- und Produktionsstätten im Vereinigten Königreich. Der größte Anteil fließt mit mehr als 140 Millionen Pfund in den Standort Derby.

Für das Werk in Bristol sind über 90 Millionen Pfund vorgesehen, während auf die Produktionsstätte im schottischen Inchinnan 43 Millionen Pfund entfallen. Weitere 19 Millionen Pfund gehen nach Rotherham und 5 Millionen Pfund nach Ansty.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Mittelvergabe liegt nach Angaben des Branchenmagazins Aviation Week auf dem Ausbau der Aktivitäten in der zivilen Luftfahrt. Mit der Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Fertigungsanlagen will Rolls-Royce die Lieferketten robuster aufstellen und den steigenden Anforderungen internationaler Kunden gerecht werden.

Neben dem Heimatmarkt treibt der Konzern zugleich seine globale Präsenz voran, unter anderem durch eine Lizenzvergabe an das saudi-arabische Industrieunternehmen Makeen zur lokalen Fertigung von mtu-Marinemotoren der Baureihe 2000.

Aktienrückkaufprogramm wird fortgesetzt

Parallel zu den industriellen Investitionen treibt Rolls-Royce die Kapitalrückführung an die Aktionäre voran. Das Unternehmen meldete den Erwerb von 3.489.259 eigenen Stammaktien im Zeitraum zwischen dem 22. und 28. September. Der Rückkauf erfolgte im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Pfund. Die erworbenen Anteilsscheine sollen eingezogen werden.

Zum Stichtag am 30. September belief sich das ausgegebene Grundkapital von Rolls-Royce auf 8.299.229.607 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils 20 Pence. Wie das Unternehmen mitteilte, entspricht diese Zahl exakt den bestehenden Stimmrechten, da keine eigenen Aktien im Bestand gehalten werden.

Zudem erwarb Beverly Goulet, Non-Executive Director bei Rolls-Royce, am 28. September 166 Stammaktien im Rahmen einer Dividendenwiederanlage zu einem Preis von 15,02 Pfund je Anteilsschein.

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