Rolls-Royce Aktie: Höhenflug beendet?

Nach spektakulärem Höhenflug korrigiert die Rolls-Royce Aktie deutlich. Hohe Bewertungen und charttechnische Warnzeichen dämpfen die Euphorie, während fundamentale Stärken erhalten bleiben.

Die Kernpunkte:
  • Aktie notiert 11 Prozent unter Jahreshoch
  • KGV von bis zu 40 belastet Bewertung
  • Moody's verbessert Rating auf Baa1
  • Chartmuster signalisiert Trendwende

Rolls-Royce war zweifellos einer der absoluten Überflieger des Jahres an der Börse. Doch nach einer spektakulären Rallye mehren sich plötzlich die Warnzeichen: Extrem hohe Bewertungen und charttechnische Hürden bremsen die Euphorie spürbar aus. Während das Unternehmen operativ glänzt, fragen sich Anleger nun: Ist die Zeit der einfachen Gewinne vorbei oder bietet der aktuelle Rücksetzer lediglich eine neue Einstiegschance?

Gefährliche Chartsignale

Die Aktie kämpft derzeit mit einer klassischen Katerstimmung. Nach einem Anstieg von fast 95 Prozent im vergangenen Jahr hat eine Korrektur eingesetzt. Charttechniker identifizieren ein sogenanntes “Doppel-Top” – ein Muster, das oft das Ende eines Aufwärtstrends oder zumindest eine längere Atempause signalisiert.

Der Kurs hat sich mittlerweile spürbar von seinen Höchstständen entfernt. Aktuell notiert das Papier bei 12,28 Euro und liegt damit gut 11 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 13,90 Euro. Dieser Rücksetzer spiegelt die wachsende Nervosität der Marktteilnehmer wider, die nun Gewinne sichern.

Bewertung am Limit?

Der Hauptgrund für die Zurückhaltung liegt in den extrem gestiegenen Erwartungen. Analysten warnen, dass der aktuelle Kurs bereits ein fast perfektes Szenario einpreist. Dazu gehören die fehlerfreie Umsetzung des Programms für kleine modulare Reaktoren (SMR) und eine anhaltende Erholung in der zivilen Luftfahrt.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von bis zu 40 bleibt kaum Raum für Enttäuschungen. Sollten die Gewinne die Prognosen verfehlen oder die globale Luftfahrtindustrie Gegenwind spüren, wäre die Fallhöhe enorm. Die Botschaft ist klar: Die Phase der “einfachen Gewinne” nach der Pandemie-Erholung dürfte abgeschlossen sein.

Fundamentale Stärke bleibt

Trotz der überhitzten Bewertung gibt es keinen Grund für Panik, denn das fundamentale Bild bleibt robust. Ein starkes Signal sendete jüngst die Ratingagentur Moody’s, die Rolls-Royce am 20. November auf “Baa1” hochstufte. Dieser Ritterschlag für die Bilanzqualität stärkt das Vertrauen in die Fähigkeit des Unternehmens, zukünftige Großprojekte wie das UltraFan-Triebwerk aus eigener Kraft zu finanzieren.

Zusätzlich stützt das Management den Kurs aktiv durch das laufende Aktienrückkaufprogramm. Diese Maßnahmen dienen als Sicherheitsnetz, sollte die Marktstimmung weiter kippen.

Das Fazit fällt gemischt aus: Die Aktie testet derzeit wichtige Unterstützungsbereiche. Anleger müssen nun genau beobachten, ob die Bullen das Ruder herumreißen können oder ob die Korrektur noch tiefer führt.

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