Rolls-Royce Aktie: Philippine Airlines bestellt neun A350-Triebwerke

Der Konzern liefert Antriebe für neun A350-1000 und schloss in Indiana ein zehnjähriges Investitionsprogramm über eine Milliarde Dollar ab.

Die Kernpunkte:
  • Triebwerke für neun Langstreckenjets
  • Vertrag umfasst mehrere hundert Millionen Pfund
  • Indiana-Programm über eine Milliarde Dollar beendet
  • Alessandra Genco verstärkt das Unternehmen

Großauftrag von Philippine Airlines

Mit dem Abschluss eines Großvertrags im asiatisch-pazifischen Raum baut Rolls-Royce sein Geschäft mit Großraumtriebwerken aus. Medienberichten zufolge liefert der britische Konzern Triebwerke an Philippine Airlines. Die Aggregate sind für neun Langstreckenflugzeuge des Musters Airbus A350-1000 bestimmt. Das Gesamtvolumen des Kontrakts liegt bei mehreren hundert Millionen Pfund.

Für das Unternehmen stellt die Einigung einen wichtigen Meilenstein im zivilen Triebwerkssegment dar. Moderne Großraumflugzeuge wie der Airbus A350-1000 binden Kunden über viele Betriebsjahre an den Hersteller, da auf die Auslieferung der Triebwerke in der Regel langfristige Wartungs- und Servicevereinbarungen folgen.

Rolls-Royce zählt zu den stark beachteten europäischen Industriewerten. Investoren honorieren vor allem die Erholung des internationalen Flugverkehrs und den damit verknüpften Anstieg der Flugstunden.

Am Aktienmarkt schloss das Papier am Freitag bei 17,36 Euro. Seit Jahresanfang summiert sich das Kursplus damit auf 32 Prozent. Bis zum Erreichen des 52-Wochen-Hochs verbleibt der Aktie derzeit ein Abstand von 6,0 Prozent.

Milliardeninvestition in Indiana und Personalie

Parallel zum Neugeschäft schloss der britische Konzern ein langfristiges Infrastrukturprogramm ab. Nach Unternehmensangaben beendete Rolls-Royce am 27. August eine über ein ganzes Jahrzehnt gestreckte Investitionsphase im US-Bundesstaat Indiana. Mit einem Volumen von 1 Milliarde $ ist das Projekt die bislang größte Investition, die das Unternehmen jemals in den Vereinigten Staaten getätigt hat. Die investierten Mittel flossen in moderne Fertigungs-, Montage- und Prüfeinrichtungen, um die Produktionsbasis langfristig abzusichern.

Auf personeller Ebene verstärkte sich das Unternehmen ebenfalls mit Alessandra Genco, die zuvor als Group Chief Financial Officer beim italienischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern Leonardo SpA tätig war.

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