Rolls-Royce Aktie: Rückkauf-Rückenwind?

Der Triebwerksbauer erwarb im Oktober knapp 7,24 Millionen eigene Aktien; eine britische Fördervereinbarung bleibt unbestätigt.

Die Kernpunkte:
  • UBS wickelte die Aktienkäufe ab
  • Rückgekaufte Aktien sollen eingezogen werden
  • Förderzuschüsse von bis zu 200 Millionen Pfund unbestätigt
  • Geschäftsmitteilung für den 12. November angesetzt

Rolls-Royce hat am Mittwoch Aktienkäufe im Rahmen seines Rückkaufprogramms über £2,3 Milliarden gemeldet. Am Freitag fiel die Aktie um 6,7% im Sog eines schwächeren Branchenumfelds. Medienberichten zufolge belastete Safrans Warnung vor schwächerem Wachstum im Geschäft mit Großraumflugzeugen auch die Papiere von Rolls-Royce.

Aktien zur Einziehung vorgesehen

Die gemeldeten Käufe umfassen 7.243.797 Stammaktien, die zwischen dem 13. und 19. Oktober erworben wurden. Rolls-Royce beabsichtigt, diese Aktien einzuziehen. Nach Unternehmensangaben führte UBS die Käufe im Auftrag von Rolls-Royce aus.

Auch aus der Triebwerksentwicklung gab es am Dienstag eine Nachricht: Medienberichten zufolge brachte Rolls-Royce das AE 1107 für das Flugzeug MV-75 der US-Armee mit einer neuen digitalen Triebwerkssteuerung auf volle Leistung. Die Angaben stammten von Führungskräften des Unternehmens.

Förderbericht bleibt unbestätigt

Als weiterer Kontext steht die bereits berichtete Annäherung an eine britische Fördervereinbarung. Reuters berichtete unter Berufung auf die Financial Times, Rolls-Royce stehe vor einer Vereinbarung über staatliche Zuschüsse von bis zu £200 Millionen. Das Geld soll die Entwicklung und Erprobung eines UltraFan-30-Demonstrators für Kurzstreckenflugzeuge unterstützen.

Reuters konnte den Bericht nicht unmittelbar unabhängig überprüfen; Rolls-Royce lehnte eine Stellungnahme ab. Eine Bekanntgabe wurde dem Bericht zufolge möglicherweise für die kommende Woche erwartet. Damit blieben sowohl der Abschluss als auch der Zeitpunkt einer möglichen Vereinbarung in dem Bericht offen.

Für das Branchenumfeld nannten Medienberichte außerdem Safrans Warnung, dass sich ein langsameres Wachstum der Serviceumsätze bis 2027 fortsetzen könnte. Als zusätzlichen Belastungsfaktor für die Risikobereitschaft der Anleger führte Reuters gestiegene Ölpreise an.

Rolls-Royce hat für den 12. November 2026 eine Mitteilung zur Geschäftsentwicklung angesetzt.

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