Rolls-Royce Aktie: UltraFan-Hoffnung trotz Absturz?

Ein Medienbericht nennt bis zu 200 Millionen Pfund Unterstützung für die Entwicklung eines Kurzstrecken-Triebwerksdemonstrators.

Die Kernpunkte:
  • Fördervereinbarung über bis zu 200 Millionen Pfund
  • Britische Unterstützung noch nicht bestätigt
  • Avolon orderte 70 Trent-7000-Triebwerke
  • Rolls-Royce-Aktie verlor am Freitag 6,7 Prozent

Rolls-Royce stand einem am Freitag von Reuters aufgegriffenen Bericht der Financial Times zufolge vor einer noch unbestätigten britischen Fördervereinbarung über bis zu £200 Millionen. Die Unterstützung soll der Entwicklung und Erprobung eines UltraFan-30-Demonstrators für Kurzstreckenflugzeuge dienen. Die Aktie verlor am Freitag dennoch 6,7% im Sog einer Safran-Warnung vor nachlassendem Wachstum im Markt für Großraumflugzeuge.

Förderbericht mit möglicher Ankündigung diese Woche

Eine Bekanntgabe der Vereinbarung könnte dem Bericht zufolge diese Woche erfolgen. Als Fördergeber wäre die britische Regierung vorgesehen; eine Bestätigung des Deals lag dem Bericht zufolge noch nicht vor. Im Mittelpunkt steht dabei ein Demonstrator für den Einsatz auf Kurzstrecken, nicht ein bereits zugelassenes Triebwerk.

Rolls-Royce hat außerdem Investitionen von £300 Millionen in britische Fertigungs- und Entwicklungsstandorte angekündigt. Diese Ankündigung betrifft die Produktions- und Ingenieureinrichtungen des Unternehmens in Großbritannien.

Avolon bestellt Triebwerke für Airbus-Flugzeuge

Am Mittwoch begrüßte Rolls-Royce eine Bestellung von Avolon über 70 Triebwerke des Typs Trent 7000. Sie sollen 35 Flugzeuge vom Typ Airbus A330-900 antreiben. Damit betrifft dieser Auftrag ein anderes Flugzeugsegment als der im Förderbericht genannte Kurzstrecken-Demonstrator.

Vor gut einer Woche erweiterte Rolls-Royce zudem sein Wartungsprogramm CorporateCare Enhanced. Nach Unternehmensangaben umfasst die Erweiterung zusätzliche Abdeckungen und Serviceleistungen für Kunden der Geschäftsluftfahrt.

Medienberichten zufolge belastete die Reaktion auf Safrans Warnung neben Rolls-Royce auch andere Triebwerkshersteller. Als weitere Belastungsfaktoren für den Sektor wurden höhere Flugtreibstoffkosten und geopolitische Unsicherheit genannt.

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