Rolls-Royce: GE Aerospace senkt Flugprognose

Eine dämpfende Wachstumsprognose von GE Aerospace für den weltweiten Luftverkehr belastet die Aktie von Rolls-Royce massiv. Analysten sind über die Folgen für das Servicegeschäft uneins.

Die Kernpunkte:
  • GE erwartet stagnierenden globalen Flugverkehr
  • Rolls-Royce verliert fast zwölf Prozent an Wert
  • Serviceeinnahmen hängen direkt von Flugstunden ab
  • JP Morgan hält trotz Kursrutsch an Kaufempfehlung fest

GE Aerospace dämpft die Erwartungen an den weltweiten Flugverkehr. Das reißt die Aktie von Rolls-Royce massiv mit in die Tiefe. Der britische Triebwerksbauer verlor auf Wochensicht fast zwölf Prozent an Wert.

Weniger Flüge belasten das Geschäftsmodell

GE rechnet für 2026 nur noch mit stagnierendem oder leichtem Wachstum bei den globalen Flugbewegungen. Zuvor gingen Experten von mittleren einstelligen Raten aus. Geopolitische Spannungen bremsen den Verkehr. Besonders im Nahen Osten droht ein zweistelliger Rückgang.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?

Für Rolls-Royce ist das ein direktes Risiko. Der Konzern verdient sein Geld maßgeblich über langfristige Serviceverträge. Diese basieren auf den tatsächlichen Flugstunden der Triebwerke. Die Folge: Bleiben die Maschinen am Boden, sinken die Wartungseinnahmen sofort.

Analysten bewerten das Risiko unterschiedlich

Am Markt sorgt das für spürbare Nervosität. Aktuell notiert die Aktie bei 13,35 Euro. Damit fällt der Kurs unter die 200-Tage-Linie. Einige Beobachter verweisen auf die hohe Bewertung. Preist der Markt dauerhaft weniger Flugstunden ein, drohen laut The Motley Fool weitere Rücksetzer.

JP Morgan hält dagegen. Analyst David H. Perry bestätigte nach dem jüngsten Kursrutsch sein „Buy“-Rating. Er sieht das Kursziel weiterhin bei 1.500 Pence. Die langfristige Erholung bleibt aus seiner Sicht trotz der aktuellen Gegenwinde intakt.

Neues Abkommen und Dividendenstichtag

Operativ sichert der Konzern parallel seine Lieferketten ab. GKN Aerospace übernimmt für fünf Jahre die Reparatur von Lüfterschaufeln. Das Abkommen umfasst nun erstmals auch das wichtige Trent-700-Triebwerk. Die Arbeiten finden in einer hochautomatisierten Anlage in San Diego statt.

Kurzfristig rückt ein technischer Termin in den Fokus. Am Donnerstag notiert die Aktie ex-Dividende. Analysten schätzen die kommende Ausschüttung auf gut 0,12 Pfund je Anteilsschein. Am 30. Juli folgen dann die nächsten Quartalszahlen.

Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 22. April liefert die Antwort:

Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rolls-Royce