Geldautomaten-Hersteller Diebold Nixdorf Inc. schreibt rote Zahlen

Der amerikanische Geldautomatenhersteller Diebold Nixdorf erwartet nach einem Nettoverlust im abgelaufenen Jahr auch in 2017 einen Verlust. Belastet werden die Ergebnisse vor allem durch die hohen Übernahmekosten für den Erwerb des deutschen Wettbewerbers Wincor Nixdorf.

Im Geschäftsjahr 2016 musste der Konzern bei einem Umsatz von 3,3 Mrd. Dollar unter dem Strich einen Fehlbetrag von 33 Mio. Dollar verbuchen. Und auch für 2017 sieht die Prognose nicht besser aus. Vorstandschef Andy Mattes rechnet auch hier mit einem Minus. Der Manager peile für 2017 zusammen mit der Paderborner Diebold Nixdorf AG (früher Wincor Nixdorf) einen Umsatz von 5 bis 5,1 Mrd. Dollar an sowie einen Nettoverlust von 30 bis 55 Mio. Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis soll 440 bis 470 Mio. Dollar erreichen.

Das Unternehmen hat damit zu kämpfen, dass in Ländern wie z.B. den USA oder Schweden Bargeld eine immer geringere Rolle spielt, was sich natürlich in den Zahlen niederschlägt. Diebold Nixdorf ist weltweit in mehr als 130 Ländern präsent und unterhält Hauptniederlassungen in North Canton, Ohio und Paderborn. Der US-Konzern hält inzwischen rund 75 % am deutschen Geldautomatenproduzenten.

Langjähriger Chef von Wincor Nixdorf tritt ab

Nachdem die Übernahme durch den US-Wettbewerber nun über die Bühne gegangen ist, gibt Eckard Heidloff seinen Posten als Vorstandsvorsitzender bei der deutschen Diebold Nixdorf AG nach zehn Jahren ab. Der 60-Jährige werde zum 31. März das Unternehmen verlassen, teilte das Paderborner Unternehmen mit.

Zum Nachfolger Heidloffs hat der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 1. April den bisherigen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Finanzvorstand Dr. Jürgen Wunram bestellt. "Jürgen Wunram ist der ideale Nachfolger und mit allen Belangen des Unternehmens intensiv vertraut", betonte Aufsichtsratsvorsitzender Alexander Dibelius.

(Text aktualisiert 17.02.17)

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