RTL Aktie: EU genehmigt Sky-Übernahme für 1. Juni
RTL Group erhält EU-Zustimmung für Sky-Übernahme und plant Synergien von 250 Millionen Euro. Die Aktie notiert nach Dividendenabschlag unter dem 200-Tage-Schnitt.

- EU genehmigt Sky-Übernahme ohne Auflagen
- 12,3 Millionen Abonnenten in DACH-Region
- Dividendenrendite von 16,5 Prozent erreicht
- Streaming-Sparte vor schwarzen Zahlen
Ein Dividendenabschlag von fast 13 Prozent an einem einzigen Handelstag klingt nach Alarm. Bei RTL Group ist es vor allem Arithmetik — und dahinter steckt eine deutlich interessantere Geschichte.
EU-Freigabe ebnet den Weg für Juni
Die Europäische Kommission hat die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL Group ohne Auflagen genehmigt. Der Abschluss ist für den 1. Juni 2026 geplant. Die Behörde sah keine wesentliche Wettbewerbsbeeinträchtigung, da RTL und Sky in verschiedenen Segmenten unterschiedliche Stärken haben.
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Das Ergebnis: ein kombiniertes Unternehmen mit rund 12,3 Millionen zahlenden Abonnenten in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sky bringt Premium-Sportrechte mit — Bundesliga, DFB-Pokal, Premier League und Formel 1. RTL steuert seine Unterhaltungs- und Nachrichtenmarken über RTL+ sowie Free- und Pay-TV bei.
RTL rechnet mit jährlichen Synergien von 250 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren. Allerdings dürfte die Transaktion auch Stellen kosten. An den Standorten Köln und München werden dreistellige Stellenstreichungen erwartet.
Dividende und Rückkauf
Am 30. April fiel die Aktie ex-Dividende. Die Ausschüttung von 5,50 Euro je Aktie fließt am 5. Mai an die Aktionäre. Bezogen auf den durchschnittlichen Kurs von 2025 entspricht das einer Dividendenrendite von 16,5 Prozent — mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, finanziert unter anderem aus dem Verkauf von RTL Nederland.
Nach der Dividendenzahlung läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. RTL plant den Erwerb von bis zu 0,5 Millionen weiteren Aktien über den Markt.
Streaming auf Kurs zur Profitabilität
Die Migration von RTL+ Deutschland auf die Bedrock-Technologieplattform ist abgeschlossen. Bedrock betreibt bereits die Streaming-Dienste in Frankreich, den Niederlanden und Ungarn. Die Konsolidierung auf eine gemeinsame Plattform soll die Technikkosten spürbar senken.
Ende 2025 zählte RTL mehr als 8 Millionen zahlende Streaming-Abonnenten. Das Segment näherte sich im vierten Quartal der Gewinnschwelle. Für 2026 peilt das Management Streaming-Erlöse von 600 bis 650 Millionen Euro an — und erstmals schwarze Zahlen im Streaming.
Ausblick 2026
Für das laufende Jahr erwartet RTL ein bereinigtes EBITA von rund 725 Millionen Euro, ein Plus von etwa 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mittelfristig strebt der Konzern eine Milliarde Euro an — getragen von Streaming-Wachstum, Sky-Synergien und höheren Fremantle-Gewinnen.
Die Aktie schloss die Woche bei 33,20 Euro und liegt damit rund 6 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 38,85 Euro trennen den Kurs gut 14 Prozent. Der Dividendenabschlag erklärt den größten Teil des Rückgangs — die strukturellen Weichen für 2026 stellt RTL unabhängig davon in diesen Wochen.
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